Gegenüber dem vorherigen Quartal ist die deutsche Wirtschaft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, um 1,6 % gewachen. Damit fiel die Erhöhung knapp besser aus als es Schätzungen mit 1,5 % vorgesehen hatten.

Trotz dieser positiven Nachricht ist noch lange keine Entwarnung gegeben. Das erste Halbjahr zusammen gerechnet weist das zweithöchste Defizit seit der Wiedervereinigung aus. 80,9 Milliarden neue Schulden verteilen sich auf Bund, Länder, Kommunen und die Sozialversicherungen. Der Hauptgrund hierfür sind nach wie vor die anhaltenden Corona Maßnahmen.

Für den Anstieg im zweiten Quartal sind vor allem staatliche Konsumausgaben und die privaten Verbraucher, die das Geld auch wieder etwas lockerer sitzen hatten. Nachdem im Mai wieder teilweise Lockerungen zugelassen wurden erhöhte sich die Konsumlust der Verbraucher. Das Geld sprudelte wieder in die Kassen und wurde nicht mehr von den Verbrauchern zu Hause gehortet.

Experten rechnen damit, dass private Verbraucher auch in den kommenden Monaten die treibende Kraft bei einem wirtschaftlichen Aufschwung in allen Bereichen bleiben werden. Natürlich muss auch der Staat mit Konjunturprogrammen die Wirtschaft weiter in Schwung bringen.

Ob Verbraucher angesichts von “3G” und teilweise sogar nur “2G” Regelungen treibende Kraft beim Aufschwung bleiben werden wird die Zukunft zeigen. Eventuell entwickelt sich diese Regelung auch zu einem Problem für die deutsche Wirtschaft. Wirtschaftsverbände und Politik müssen dann endlich vernünftige Regelungen finden um Corona Maßnahmen so zu gestalten, dass sie in der Realität auch praktikabel sind.

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