Viele Deutsche nutzen mittlerweile als Hilfsmittel für die Wahlentscheidung den Wahl-O-Mat. Kritiker werfen der Bundeszentrale für politische Bildung Einflussnahme durch fragwürdige Kurzbeschreibungen vor.

Am 26. September findet die Bundestagswahl statt. Viele Menschen sind noch unschlüssig und wissen nicht, welcher Partei sie ihr Kreuz geben sollen. Es gibt mittlerweile verschiedene Tools die einem die Entscheidung erleichtern sollen.

Das bekannteste Tool ist der Wahl-O-Mat. Dieser startete diese Woche.

Insgesamt umfasst der Wahl-O-Mat 38 Fragen, welche durch die jeweiligen Parteien mit stimme zu, neutral oder stimme nicht zu beantwortet werden müssen. Nutzer können die Fragen überspringen oder doppelt gewichten.

Insgesamt 39 Parteien der 40 zur Wahl stehenden Parteien haben die Fragen des Wahl-O-Mats beantwortet. Für den Nutzer ist es möglich nach Beantwortung der Fragen, alle 39 Parteien miteinander zu vergleichen. Am Ende wird mittels Balkendiagramm grafisch dargestellt, mit welcher Partei der Nutzer die größte Übereinstimmung hat.

Kurzbeschreibungen sollen den Nutzern die Parteien vorstellen. Hier fällt auf, dass Parteien welche politisch weit “Links” oder weit “Rechts” stehen, relative abschreckende Kurzbeschreibungen durch die Bundeszentrale für politische Bildung erhalten haben. Auch die AFD wird relativ negativ dargestellt.

Kurzbeschreibung der MLPD:

Die 1982 gegründete MLPD orientiert ihre Programmatik an den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao Tse-tung. Sie verfolgt das Ziel, weltweit eine kommunistische Gesellschaft zu errichten. Der Verfassungsschutz stuft die Partei als linksextremistisch ein.

Kurzbeschreibung der NPD

Die 1964 gegründete NPD lehnt die freiheitliche Demokratie ab und vertritt fremdenfeindliche und aggressiv-sozialpopulistische Positionen. Der Verfassungsschutz stuft sie als rechtsextremistisch ein, das Bundesverfassungsgericht attestiert ihr ein politisches Konzept, das die Menschenwürde missachtet.

Kurzbeschreibung der AFD:

Die AfD entstand 2013 aus Protest gegen Finanzhilfen für wirtschaftlich strauchelnde EU-Mitgliedsländer. Über Kritik an der Asyl- und Flüchtlingspolitik hat sie sich zunehmend als rechtspopulistische Protestpartei profiliert. Sie ist in allen deutschen Landesparlamenten und im Bundestag vertreten.

Sollen die genannten Kurzbeschreibungen Nutzer rügen, welche eine große Übereinstimmung mit solch einer Partei haben? Soll so ein schlechtes Gewissen vermittelt werden und dem Nutzer klar gemacht werden: diese Partei ist unwählbar?

Wurde ihr Interesse geweckt? Unter folgendem Link finden sie den Wahl-O-Mat: Bundestagswahl 2021 | Wahl-O-Mat. Schickt uns gerne euer Ergebnis in die Kommentare der Webseite oder auf Facebook: Deutschland-Aktuell | Facebook

Eine Alternative zum Wahl-O-Mat ist der im August veröffentlichte WahlSwiper.

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