Ein 27-jähriger syrischer Asylant stach am gestrigen Samstag wahllos auf Fahrgäste eines ICE ein. Ihm wird versuchter Mord, versuchter Totschlag und vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen. Vier Personen wurden hierbei schwer verletzt. War der Täter aufgrund einer psychischen Erkrankung zur Tatzeit schuldunfähig?

Im ICE 928 von Passau in Richtung Hamburg kam es in Seubersdorf (Bayern) zu einer brutalen Messerattacke. Gegen kurz vor 9 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Der Syrer Abdalrahman A. (27) sticht ohne jegliche Vorwarnung im fahrenden ICE auf vier Männer ein. Ein Mitarbeiter der Bahn bremste den Attentäter mit Hilfe eines Feuerlöschers. Eine junge Bundespolizistin, die zufällig privat im Zug anwesend war, konnte durch ihre Unterstützung vermutlich schlimmeres verhindern. Eine Spezialeinheit der bayerischen Polizei konnte konnte den Täter kurze Zeit später direkt fassen und festnehmen. Bei der Festnahme fanden die Polizisten die Tatwaffe des Täters. Er trug ein 8 cm langes blutverschmiertes Klappmesser bei sich.

Die Kriminaldirektorin Sabine Nagel informierte die Öffentlichkeit, dass der 27-jährige Tatverdächtige während der Flüchtlingskrise 2014 nach Deutschland eingereist war. Vergangenes Jahr war er wegen einem Betrugsdelikt das erste Mal straffällig in Erscheinung getreten. Einen terroristischen Hintergrund sehen die Ermittler derzeit nicht gegeben.

Laut der BILD soll der Messerstecher einen Tag vor der Tat seinen Job verloren haben. Nach erster Einschätzung von Fachleuten weist vieles auf eine psychische Beeinträchtigung hin. Scheinbar leidet der syrische Gewalttäter an einer paranoiden Schizophrenie und an Verfolgungswahn. Somit wird der syrische Täter zunächst in einem Klinikum statt in Haft untergebracht. Während seinen Taten soll Abdalrahman A. um Hilfe gerufen haben.

Nach den Messerattacken von Würzburg und Berlin erweitert sich die Liste von schrecklichen Gewalttaten um eine weitere. Und wieder handelt es sich um einen Asylant, der im Jahr 2014 nach Deutschland gekommen war.

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