Der Schauspieler Jussie Smollett wurde von den Geschworenen in Chicago für schuldig befunden. Er soll einen rassistischen und homophoben Angriff auf sich selbst inszeniert haben.

Im Januar 2019 begann der Fall. Smollett gab bei der Polizei an, dass er von zwei maskierten Männern in der Nähe seiner Wohnung überfallen und angegriffen wurde. Wegen mutmaßlichen Falschaussagen wurde der Schauspieler später festgenommen. Der schwule und afroamerikanische Schauspieler hatte angegeben, dass der Übergriff rassistisch und homophob motiviert gewesen war.

Nach zweitägiger Beratung kamen die Geschworenen nun zu dem Entschluss, dass Smollett schuldig sei den Vorfall vorgetäuscht zu haben. Das Strafmaß wird später verkündet, ihm drohen jedoch eine Haft- und eine Geldstrafe.

Der Schauspieler, bekannt aus der Serie “Empire”, beteuerte vor Gericht seine Unschuld, jedoch sagten die beiden Angreifer aus, dass sie bezahlt wurden um den Angriff vorzutäuschen.

Smollett wollte durch den Fall in die Schlagzeilen kommen, was ihm auch kurzfristig gelang, um damit seine Karriere weiter vorantreiben zu können. Nun dürfte das Ergebnis wohl eher in die andere Richtung gehen und die Karriere könnte ein schnelles Ende nehmen.

Parallelen zum Fall Gil Ofarim

Bei dem Fall gibt es Parallelen zum Fall von Gil Ofarim, der angab in einem Leipziger Hotel antisemitisch beleidigt worden zu sein, da er seinen Davidstern als Halskette getragen hatte. In später veröffentlichten Videoaufnahmen ist diese Halskette jedoch nicht zu sehen. Auch finden sich keine Zeugen, die die Geschichte von Ofarim bestätigen, trotz einer vollen Hotellobby.

Der Fall beschäftigt aktuell die Justiz, es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Ofarim eine Strafe für seine mutmaßliche falsche Beschuldigung erhalten wird. Die Ermittlungen hier dauern weiter an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.