Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen fordert die Bundesregierung auf Asylverfahren für afghanische Flüchtlinge zu erleichtern. Man verkenne die Lebensrealität von Flüchtlingen, wenn diese mehr als ein Jahr auf einen Termin bei der deutschen Botschaft warten müssten.

Der Einsatz der Bundeswehr und aller anderen internationalen Truppen in Afghanistan ist zu einem totalen Desaster geworden. Auch die Evakuierung der angeblichen Ortshelfer endete in einer Blamage für die Bundesrepublik. Während Österreich die weitere Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen strikt ablehnt, schlägt die UNHCR nun Deutschland vor die Hürden und Anforderungen zu senken.

Vorerst sollte sich die Hilfe zwar darauf beschränken, dass die Menschen aus Afghanistan in die umliegenden Nachbarländer flüchten, jedoch sieht die Realität meistens anders aus. Viele von ihnen drängen bereits jetzt nach Europa. Und wer nach Europa möchte, der will in den meisten Fällen nach Deutschland. Gerade auch der Familiennachzug soll nach Möglichkeit erleichtert werden.

Eine Erleichterung der Asylverfahren und des Familiennachzugs wäre ein weiterer Schritt in die falsche Richtung und würde dem ohnehin gescheiterte Projekt Afghanistaneinsatz ein weiteres negatives Kapitel einbringen. Die Verantwortlichen scheinen sich diesem Umstand aber nicht bewusst zu sein. Eine Zurückweisung des UNHCR Vorschlags ist bislang nicht veröffentlicht worde.

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