Auch im Bundestag sind mittlerweile die 2G Plus Regeln angekommen. Diese wurden dem Abgeordneten Joachim Wundrak nun zum Verhängnis. Eine Sitzung des Auswärtigen Ausschusses durfte er nicht besuchen und wurde des Saales verwiesen. Der Fall sorgt für Empörung.

Der Chef des Ausschusses, Michael Roth (SPD), war nicht bereit den negativen Test von Wundrak zum Einlass zu akzeptieren. Normalerweise dürfen ungeimpfte Abgeordnete trotz der 2G Plus Regelung den Sitzungen von der Tribüne aus beiwohnen, sofern sie einen negativen Test vorweisen können.

Dieses Mal tagte der Ausschuss allerdings in einem Raum ohne Tribüne. Wundrak konnte also nicht an der Sitzung teilnehmen. Michael Roth war auch nicht bereit, dem Abgeordneten einen Platz fernab der anderen Mitglieder des Ausschusses anzubieten, auch wenn durch diese Maßnahme ein ausreichender Sicherheitsabstand gewährleistet gewesen wäre. Roth argumentierte, dass er die Sicherheit der anderen Ausschussmitglieder zu gewährleisten hätte.

Es ist in der bundesrepublikanischen Parlamentsgeschichte ein nahezu einmaliger Vorgang, dass ein Abgeordneter von der Ausübung seiner parlamentarischen Pflichten abgehalten wird. Noch dazu aus einem solchen Anlass.

Michael Roth zeigt damit, was er von anderen Meinungen hält. Joachim Wundrak möchte für sich selbst entscheiden, ob er eine Impfung bekommen möchte oder nicht. Da er sich, in den Augen von Michael Roth, falsch entschieden hat, wird er nun an der Ausübung seiner Pflicht als Abgeordneter gehindert. Mit dieser Maßnahme tritt der SPD Politiker auch den Willen der Wähler, die der AfD und Wundrak ihre Stimme gegeben haben, mit Füßen.

Die Demokratie in diesem Land ist in einer zunehmend schlechter werdenden Verfassung. Und die, die vorgeben sie schützen zu wollen, merken gar nicht, dass sie sie täglich mehr abschaffen.

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