Am Berliner Breitscheidplatz raste heute gegen 10:30 Uhr ein Autofahrer in eine Menschenmenge. Mindestens eine Person starb, mehrere wurden verletzt. Fünf davon schweben in Lebensgefahr. Der Fahrer wurde festgenommen. Erst im Dezember 2016 starben an gleicher Stelle zwölf Menschen durch einen islamistischen Terroristen, der mit einem gestohlenen LKW in eine Menschenmenge fuhr. 

Schon wieder Berlin, schon wieder am Breitscheidplatz und schon wieder Tote durch eine Amokfahrt?

Am heutigen Morgen ereignete sich in Berlin-Charlottenburg eine schreckliche Amokfahrt. Gegen 10:30 Uhr rauschte ein silberner Renault-Clio, mit Berliner Kennzeichen, in eine Menschenmenge nahe dem Berliner Breitscheidplatz. Anschließend setzte der Fahrer das Fahrzeug für weitere 200 Meter in Bewegung und raste frontal in das Schaufenster einer Douglas Filiale und kam dann dort zum Stillstand. Sein Fluchtversuch scheiterte, da ihn Passanten festhalten konnten. Die Polizei hat den Mann (29) mit südländischen Aussehen anschließend festgenommen. Mindestens eine Person starb bei dem schrecklichen Vorfall, mehr als ein Dutzend wurden verletzt. Fünf der Verletzten schweben derzeit in Lebensgefahr.  

Die Befragung des vermeintlichen Amokfahrers läuft zur Stunde. Es konnte noch nicht geklärt werden, ob es sich um einen Unfall, eine vorsätzliche Amokfahrt oder einen terroristischen Anschlag handelt. Mehr als 130 Polizisten und 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz. 

Besonders tragisch: Der Vorfall ereignet sich genau an dem Ort, an dem Deutschland 2016 Opfer von einem islamistischen Terroranschlag geworden war. Am 19. Dezember 2016 raste der islamistische Terrorist Anis Amri mit einem gestohlenen LKW in den stark besuchten Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz und tötete zwölf Menschen, 66 wurden verletzt. Eine Person starb später noch an den Folgen der starken Verletzungen. Den Fahrer des gestohlenen LKWs tötete er vor der Amokfahrt. Dem Tunesier Anis Amri gelang damals die Flucht nach Italien. Vier Tage später wurde er in Turin bei einer Routinekontrolle erschossen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.