Der seit dem 01. Juni eingeführte Tankrabatt soll den Bürgern direkt zugutekommen und sie in der schwierigen Zeit finanziell entlasten. Bereits im Vorfeld wurde darüber berichtet, dass dieser vielleicht nur eine kurze Wirkung hat und die Preise schnell wieder ansteigen. Derweil bleibt die Inflation auf einem Rekordhoch von 7,9 Prozent im Mai.

Die Ampelkoalition aus Berlin gibt sich wieder einmal bürgernah. Tankrabatt, Energiepreispauschale, Kinderbonus oder 9-Euro-Ticket. Das alles soll die Bürger in der aktuellen Situation entlasten. Für einen kurzen Zeitraum von ungefähr zwei bis drei Monaten dürfte das Geld auch helfen die Mehrkosten zu decken, danach sind die Bürger wieder auf sich alleine gestellt. Zeitgleich werden in Deutschland wieder Inflationswerte von 7,9 Prozent erreicht, im Euroraum sogar 8,1 Prozent.

Ein Ende dieser Inflationswelle ist also weiterhin nicht in Sicht. Vor allem bleibt abzuwarten, ob sich der gestern eingeführte Tankrabatt mildernd auf die Teuerungsrate auswirken wird. Experten befürchten, dass die Tankstellen und Mineralölkonzerne trotz Steuersenkung die Preise bald wieder anziehen werden um ihre Gewinnmarge noch mehr in die Höhe zu treiben. Das Kartellamt selbst gibt zu, dass ihm quasi die Hände gebunden sind und Preisabsprachen nur sehr schwer belegbar sind. Im schlechtesten Fall bleibt die Inflation bestehen, die Kosten für den Bürger hoch, der Staat verschuldet sich weiterhin und einige Wenige verdienen sich eine goldene Nase.

Der Tankrabatt könnte sich also als Rohrkrepierer heraus stellen. Ähnlich geht es dem “9-Euro-Ticket”. Die Deutsche Bahn hat mittlerweile 2,7 Millionen dieser billigen Tickets verkauft. Die Folge: Überfüllte Züge, gestresstes Personal und Passagiere. Ob dies das Ziel hinter dem vergünstigten Ticket ist bleibt schleierhaft. Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, kündigte in einem Interview bereits an, dass nach dem Auslaufen des “9-Euro-Ticket” die Preise im Nahverkehr wieder anziehen könnten. Schuld daran sind steigende Preise und fehlende Ausgleichszahlungen des Bundes.

Auch die 300 Euro Energiepreispauschale sind nur die halbe Wahrheit. Der Betrag wird brutto bezahlt, muss also noch versteuert werden. Die Soforthilfen des Bundes sind also alles andere als langfristig und sorgen im weiteren Verlauf zu einer anhaltenden Abwärtsspirale. Diese Regierung ist mit der aktuellen Situation an allen Ecken und Enden überfordert.

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