Während Privatleute und mittelständische Unternehmen weltweit während der Corona Krise schwere finazielle Einbußen hatten, wurden die Superreichen während der Pandemie noch reicher. Das ergibt eine Studie der Organisation Oxfam. Zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos fordert Oxfam höhere Steuern für Reiche und Konzerne.

Während der Pandemie und Lockdownzeit hatten viele kleine und mittelständische Unternehmen finanziellen Ärger. Zwar gab es von der Bundesregierung immer wieder Hilfspakete, diese reichten meistens aber nicht einmal um Fixkosten vollständig abzudecken. Dazu muss ein Teil dieser Hilfspakete derzeit sogar wieder zurück gezahlt werden. Viele Firmen haben diese Zeit nicht überstanden. Traditionsunternehmen sind aus den Straßen ihrer Heimatstädte verschwunden und werden nie wieder kommen.

Damit einhergehend haben auch Privatleute erhebliche Einbußen gehabt. Kündigungen und Kurzarbeit standen an der Tagesordnung für Millionen von Menschen – in Deutschland, Europa und weltweit.

Doch ein relativ kleiner Personenkreis hat in der Pandemiezeit sein ohnehin schon übermäßiges Vermögen noch weiter vergrößern können. Die Rede ist von den so genannten Superreichen. Milliardäre, denen es an keinem vorstellbaren Luxus fehlt, die so viel Geld haben, dass man es in einem Leben vermutlich gar nicht ausgeben kann.

2.668 von ihnen soll es weltweit geben. Ihr Vermögen hat sich, laut der Organisation Oxfam, in der Pandemiezeit um durchschnittlich 42 Prozent erhöht. Sei es durch erheblich gesteigerte Gewinne ihrer Firmen, bestes Beispiel dürfte der Pandemie Gewinner Amazon sein, oder durch geschicktes Verhalten an den Börsen. Wer zur richtigen Zeit am Tiefpunkt der Märkte eingestiegen ist, konnte sein Geld innerhalb von zwei Jahren stellenweise verdoppeln und sogar verdreifachen.

Angesichts des beginnenden Weltwirtschaftsforums in Davos pocht Oxfam wieder einmal darauf, dass Superreiche eine Vermögenssteuer bezahlen oder dass internationale Großkonzerne höhere Abgaben bezahlen sollen. Einige wenige Länder dürften sich wieder dagegen stellen, die Forderungen dürften wie gewohnt im Wind verhallen.

Auf der anderen Seite bescheinigt die Organisation, dass 263 Millionen Menschen aktuell davon betroffen sind, in die Armut abzudriften. Der Grund hierfür sind die ständig steigenden Preise für Lebensmittel und Energie. Die Dinge des täglichen Gebrauchs werden weltweit immer teuerer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.