Am Wochenende wurde bekannt, dass Forscher aus Zypern eine neue Corona Variante entdeckt haben. Die Nachricht machte weltweit schnell die Runde. Doch was ist dran an der neuen Variante? Handelt es sich um einen Fehlalarm?

Einem örtlichen Fernsehbericht zufolge, soll Leondios Kostrikis von der Universität Zypern die neue Variante entdeckt haben. Die neue Mutation soll eine Kombination aus den Corona Varianten Delta und Omikron sein. Somit hat die neue Variante auch gleich ihren Namen bekommen: “Deltakron”.

Doch was ist dran, an der neuen Supermutation?

Experten, darunter Richard Neher – führender Experte für Virusvarianten von der Universität in Basel (Schweiz), gehen mittlerweile davon aus, dass es Deltakron überhaupt nicht gibt. Richard Neher vermutet, dass es sich um Verunreinigungen im Labor handelt.

Ähnlich äußerten sich weitere Experten auf Twitter, etwa die WHO Expertin Maria van Kerkhove. Laut ihr geht das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Verunreinigungen bei der Sequenzierung zurück.

Auch ein Mitglied des griechischen Krisenstabs für die Corona Pandemie, Gekas Magiorkinis erklärte, dass die Schlüsse von Kostrikis falsch seien. Erste Analysen zeigen, dass es sich wohl um einen technischen Fehler handelt. Für die Verschmutzungstheorie spricht ebenfalls, dass lediglich Meldungen aus Zypern vorliegen.

Bisher hat auch noch keine internationale Gesundheitsbehörde die Deltakron Variante anerkannt, oder ausgewiesen. Kostrikis selbst möchte eine Fehleinschätzung bislang nicht einräumen.

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