Die Grüne Bundestagskandidatin Katharina Horn beschädigt in Greifswald Wahlplakate von CDU und FDP. Die Polizei erwischte die Politikerin auf frischer Tat. Ein Fluchtversuch scheiterte nach wenigen Metern. Der Staatsschutz ermittelt. Mittlerweile hat die Kandidatin die Straftat gestanden. 

Vergangene Woche wurde die 23 Jahre alte Bootsbauerin Katharina Horn in Mecklenburg-Vorpommern von der Polizei beim Beschädigen von Wahlplakaten erwischt. Die Grüne Politikerin steht auf Platz zwei der Landesliste der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern für die anstehende Bundestagswahl. 

Katharina Horn hatte in Greifswald mit einem 21-jährigen Komplizen mehrere Wahlplakate der CDU und FDP mit Aufklebern überklebt. Die verwendeten Aufkleber hatten die Aufschrift “Korrupt”. Zufälligerweise wurde die Polizei auf das Duo aufmerksam. Nach dem zwölften beklebten Plakat wurde Katharina Horn und ihr Begleiter, welcher Katharina Horn auf der Schulter getragen hatte, von der Polizei gestellt. Ein Fluchtversuch scheiterte nach wenigen Metern. Während der Feststellung der Personalien und der Durchsuchung eines Rucksacks von Katharina Horn wurden weitere 100 Aufkleber mit selbiger Aufschrift durch die Polizei aufgefunden und sichergestellt. 

In einer Pressemitteilung sagte die Grünen-Politikerin, dass sie sich zur Tat hat hinreißen lassen: “Ich habe mich vor dem Hintergrund der Wahlauseinandersetzung, der Debatten um Maskendeals und Korruptionsvorwürfe, leider dazu hinreißen lassen, Plakate der CDU mit Stickern zu bekleben. Ich habe den betroffenen CDU-Kandidaten Michael Sack heute in einem Telefonat um Entschuldigung gebeten..”. Zu den beklebten Plakaten FDP äußerte sie sich nicht. 

Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz gegen Frau Horn und ihren Begleiter. Das zerstören von Wahlplakaten ist in Deutschland keine Ordnungswidrigkeit sondern eine politisch motivierte Straftat.

Der CDU Politiker und direkte Konkurrent Philipp Amthor äußerte sich gegenüber dem Nordkurier wie folgt: “Wer mutwillige Sachbeschädigung für eine Petitesse hält, ist für den Bundestag offensichtlich nicht geeignet.”

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