Die Preisentwicklung bei Benzin und Diesel geht weiter nach oben. An vielen Tankstellen durften die Bürger mittlerweile schon mehr als zwei Euro pro Liter bezahlen. Kurios ist, dass Diesel mittlerweile mit Super Benzin gleichauf ist. Super E10 war stellenweise sogar biller als Diesel. Es droht eine Kostenexplosion in allen Bereichen.

Es war für Jahrzehnte ein ungeschriebenes Gesetz. Diesel ist immer günstiger als Benzin. Der Grund hierfür liegt in der unterschiedlichen Besteuerung der beiden Kraftstoffe. Dieselfahrer müssen dafür bei der Steuer für ihr Fahrzeug mehr hinblättern. Wer viele Kilometer im Jahr fährt spart als Dieselfahrer aber dennoch Geld. Dieser Umstand ist Umweltschützern und Wirtschaftsminister Robert Habeck bereits seit langer Zeit ein Dorn im Auge.

Durch die Ukraine Krise ändert sich dieser Umstand jetzt. An vielen Zapfsäulen konnte man diese Woche beobachten, dass sich die Preise langsam aber sicher immer mehr annähren. Teilweise war Diesel sogar teurer als E10 Benzin. Beide Sorten kratzen aber bereits an der zwei Euro Marke.

Die Rohstoffmärkte sind weltweit besorgt. Der Preis für fossile Brennstoffe stieg zuletzt rapide an. Deutschland ist auf Diesel aus Russland angewiesen. Etwa 15 Prozent des deutschen Bedarfs kamen 2019 aus Russland. Es gibt zwar offiziell kein Einfuhrverbot aus Russland, doch viele Händler möchten sich mit der Ukraine solidarisch zeigen und verzichten auf Geschäfte mit Russland. Auf Kosten des deutschen Bürgers.

Es herrscht weltweit also keine Dieselknappheit, das vorhandene Angebot wird nur nicht ausgeschöpft. Diese Entscheidung führt dazu, dass die Preisspirale weiter nach oben geht.

Der hohe Preis für Diesel sorgt vor allem bei Speditionen und Händlern mit eigenem Fuhrpark für Kopfzerbrechen. Fahrten müssen noch optimaler geplant werden um effizienter zu sein, teilweise fallen Touren auch aus, da sie schlicht nicht mehr wirtschaftlich sind. Kunden müssen also zum Teil länger auf ihre Waren warten als gewohnt.

Zudem kündigen jetzt bereits viele Unternehmen an ihre Frachtkosten weiter anpassen zu müssen. Diese werden in der Regel auf den Endverbraucher umgelegt. Der Bürger bezahlt also wieder einmal doppelt für die Fehler der Politik. Viele Speditionen dürften in diesem Preiskampf nicht überleben. Die Branche ist seit Jahren extrem umkämpft und es kommt stellenweise auf wenige Euro an, wer letztlich den Auftrag erhält.

Während andere Regierungen gegensteuern, wie z.B. in Polen, könnte die aktuelle Entwicklung der Bundesregierung in die Karten spielen. Die Grünen fordern schon lange die Abschaffung der Diesel Privilegierung. Es scheint fast so, als würde die Regierung die komplette Zerstörung der deutschen Wirtschaft in Kauf nehmen um die eigenen ideologischen Ziele so schnell wie möglich durchzusetzen.

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