Es gibt derzeit in etlichen Ländern einen erheblichen Personalmangel unter den LKW Fahrern. Am stärksten ist der Inselstaat Großbritannien betroffen. Hier fehlen derzeit weit über 100.000 LKW Fahrer.

Durch den Mangel an Fahrern entstand über die letzten Monate hinweg ein ernstzunehmendes Problem, welches Versorgungsengpässe heißt. Dieses wurde insbesondere in den Supermärkten deutlich und offensichtlich.

Doch nun ist ein weiteres, durchaus größeres Desaster eingetreten: Kraftstoffmangel. Die Tankstellen können nicht mehr beliefert werden. Die Bevölkerung gerät dadurch in Panik und beginnt mit Hamstereinkäufen, wodurch es noch weniger verfügbaren Sprit gibt. 

Da es zu wenig LKW Fahrer gibt, welche die Tankstellen beliefern, können eine Vielzahl von Bürgern nicht mehr zur Arbeit fahren, da ihnen hierfür der Sprit fehlt. Eine Kettenreaktion wird ausgelöst. So scheint die Industrie im freien Fall nach unten, denn etliche Industriezweige stehen aufgrund fehlender Arbeitnehmer still. 

Doch nicht nur die Industrie, sondern auch die Landwirtschaft leidet unter dem Spritmangel: Bauern müssen ihre Tiere notschlachten, weil ihre LKWs keinen Sprit mehr haben. Auch in Zerlegebetrieben und Metzgereien sind teilweise gar keine Mitarbeiter mehr vorzufinden, da sie aufgrund von Treibstoffmangel nicht mehr mobil sind.

Wie man erkennen kann bedingt hier ein Problem das andere. Und wer sich schon Mal mit dem Thema “Blackout” beschäftigt hat weiß wie essentiell Sprit an Tankstellen für die Gesellschaft ist, bzw. wie die Aufrechterhaltung der Wirtschaft einer komplette Nation davon abhängt.

Die Frage ist wie immer auch hier, wer hat Schuld an der wirtschaftlichen Katastrophe: Die einen rufen der Brexit sei Schuld, die andern wiederum sehen das Problem im Lohndumping in Verbindung mit ausländischen Arbeitern, die für sehr geringen Lohn und schlechte  Arbeitsbedingungen LKW fahren bzw. gefahren sind.

Natürlich sind solche Symptome immer eine Kettenreaktion von vielen Ursachen. Sicherlich hat der Brexit dazu geführt, dass Großbritannien derzeit das Problem am deutlichsten spürt.

Mit der Rückeroberung des Arbeitsmarktes an die eigene Bevölkerung fehlen dort noch weitaus mehr LKW Fahrer als in den EU Staaten, die einiges durch zum Beispiel osteuropäische Arbeiter aufzufangen versuchen.

Doch darin liegt nicht die Grundproblematik. Diese findet sich in den niedrigen Löhnen und katastrophalen Arbeitsbedingungen wieder und der Brexit kann auch hier ein Ausweg sein, denn der Staat muss nun reagieren, er muss seine eigenen Bürger motivieren diese Aufgaben selbst zu übernehmen und wie so oft reagiert der Staat auch nur wenn er keinen anderen Ausweg mehr hat. So wurde nun in Großbritannien angekündigt, das Lohnniveau deutlich anzuheben.

Sollte dies tatsächlich geschehen, könnte man zu dem Entschluss kommen: der Brexit war richtig und notwendig.

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