Der Abwärtstrend der Union geht in die nächste Runde. In der Sonntagsfrage von INSA kommt die CDU gerade mal noch auf 21 %. So einen schlechten Wert hatte sie bei diesem Umfrageunternehmen noch nie. Bei YouGov kommt sie auf 22 %. Beide Umfrageinstitute sehen die SPD mit 24 % aktuell vorne.

Der Grund für die schlechten Umfragewerte dürfte vor allem den jeweiligen Kanzlerkandidaten zu verdanken sein. Olaf Scholz liegt in Umfragen bereits seit Wochen vor Laschet und Baerbock. Bislang spiegelte sich das in den Umfragen zu den Parteien noch nicht wider. Doch seit knapp 4 Wochen ist eine Trendwende zu erkennen und die SPD legt von Woche zu Woche zu.

Hauptsächlich kommt der Aufschwung von den Fehlern anderer. Laschet und Baerbock sind derzeit die besten Wahlhelfer von Scholz. Die Spitzenkandidaten der anderen Parteien machen momentan überhaupt nicht auf sich aufmerksam.

Opposition stagniert derzeit bei Umfragen

Das dürfte derzeit auch erklären, warum bei DIE LINKE, FDP und AfD die Umfragewerte seit Wochen im Besten Fall stagnieren. Bei DIE LINKE sind sie sogar eher rückläufig. Bei INSA steht die Partei aktuell bei gerade einmal 6 %. Damit ist sogar der Rauswurf aus dem Bundestag möglich. Die AfD kommt auf 11 % der Stimmen und wäre nur noch die fünftstärkte Kraft im Parlament. Für die Partei ein klarer Schritt nach hinten, aktuell ist sie noch die größte Oppositionspartei. Die FDP bewegt sich bei 13 % und könnte am Wahlabend zu einem wichtigen Koalitionspartner werden.

Gerade in Sachen Koalitionsbildung dürfte bis zur letzten Sekunde alles möglich sein. Von Ampel über Jamaika bis hin zur so genannten Deutschland Koalition ist derzeit alles denkbar. Nur die aktuell geführte große Koalition wird wohl in diesem Jahr ihr Ende finden, ein Bündnis aus zwei Parteien scheint derzeit rechnerisch keine Mehrheit zu bekommen. Die neue Regierung dürfte auf alle Fälle aus drei Parteien bestehen, dementsprechend spannend und kämpferisch dürften die Verhandlungen um den neuen Koalitionsvertrag werden.

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