In Deutschland soll es keine Impfpflicht geben, da sind sich die meisten Politiker einig, so hieß es noch vor einigen Wochen und Monaten, doch langsam beginnt dieses Bild zu bröckeln. Immer wieder gibt es Vorstöße von den verschiedensten Behörden, Politikern und Virologen, wie man eine Art “Impfzwang” oder “Impfmotivation” erreichen könne. Die einen setzen auf positive Anreize wie “100€ Bonus für jeden Geimpften”, andere wiederum wie Helge Braun (CDU, Kanzleramtsminister) äußern sich mit ganz anderen heiklen Vorschlägen. So sagte er der Bild am Sonntag es müsse ” Einschränkungen für Nicht-Geimpfte” geben z.B. in den Bereichen Restaurant, Sport und Kultur.

In einem Interview mit Rechtsprofessor Steffen Aufsberg von n-tv wird dann ganz nebenbei und völlig emotionsfrei festgestellt, dass es sich hierbei ja lediglich um Freizeitaktivitäten handle und diese nicht unter den Begriff Impfzwang fielen, da es sich nicht um lebenswichtige Handlungen drehe wie z.B. das Untersagen eines Behördengangs. Entsprechend hieße das, dass alle Impfunwilligen auf kurz oder lang von allen sozialen Netzwerken ferngehalten werden könnten. Sei dies der Freibadbesuch, das Fußballspiel oder ein einfacher Kneipengang.

Wer die Entwicklung in den Bereichen Corona und Impfungen verfolgt wird feststellen, dass die Hintertüre oftmals sehr weit offen steht und jegliche zukünftigen Entscheidungen völlig unabhängig von den bislang getroffenen Aussagen fallen.

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