Das traditionelle Böllern hat seinen Ursprung bei unseren Vorfahren, den Germanen. Diese vertrieben durch laute Geräusche böse Geister. Der Brauch änderte sich über die Jahrhunderte und passte sich an die jeweilige Zeit an. Wie unsere Vorfahren haben auch wir jede Menge böser Geister, welche es für das neue Jahr zu vertreiben gilt. Doch wie im letzten Jahr ist es verboten Silvester in der Öffentlichkeit mit anderen Leuten und Feuerwerkt zu feiern und dieser jahrhundertealten Tradition nachzukommen.


In allen Städten sind an traditionellen Plätzen, welche zu Silvester als Zusammenkunftsort genutzt wurden, Verbote ausgesprochen worden. Keine Böller oder Raketen. Kein Genuss von Alkohol. Keine Ansammlung von mehr als 10 Personen bei ungeimpften und nicht mehr als 50 Personen für geimpfte.


Durch den Regel- und Verbotswahnsinn, dem wir schon das ganze Jahr ausgesetzt waren, gibt es passend zum Jahresende noch mal eine Flut von Verboten. Diese Regeln und Verbote sind so undurchsichtig, dass selbst Geimpfte oder Genesene nicht ohne weiteres Feiern können.

Für Ungeimpfte ist es fast unmöglich Silvester zu feiern ohne Straffällig zu werden. Mit dem Böller Verbot soll vor allem vermieden werden, dass die Notaufnahme und Kliniken in diesen Tagen durch Unfälle mit Feuerwerkskörpern zusätzlich belastet werden. Die großen Leidtragenden sind auch dieses Jahr wieder die schon sehr in Schieflage geratene Gastronomie sowie Diskotheken und Clubs.

Die enormen Verluste, welche nicht gestemmt werden können, treibt viele in den Bankrott und/oder die Arbeitslosigkeit. Denjenigen, die sich das Feiern aber nicht verbieten lassen, droht ein Bußgeld ab 75 € aufwärts.
Ein Verbot von Feuerwerkskörpern für die Zukunft wäre im Sinne von Umwelt- und Tierschutz sicher nicht die dümmste Idee, mit alten Traditionen aufgrund fragwürdiger Maßnahmen zu brechen kann hier jedoch nicht die Lösung sein. So bleibt zu hoffen, dass in Zukunft auf ein vernünftigeres Konzept zurückgegriffen wird, um Tradition, Tier- und Umweltschutz zusammen zu führen.

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