Heutzutage kann man im Internet an alle Informationen gelangen, die man sich nur vorstellen kann. Jedoch gibt man beim Surfen im Internet auch selbst jegliche Informationen preis. Nutzer hinterlassen entsprechende Spuren auf Webseiten, dem Computer oder Smartphone, welche das Surfverhalten rekonstruieren lassen. Den eigenen Browserverlauf zu löschen reicht dabei schon lange nicht mehr aus.

In diesem Artikel möchte Deutschland Aktuell ein paar Tipps und Tricks zum sicheren Surfen im Internet geben.

Man sollte weitere Daten, wie Passwörter und Cookies, nicht automatisch speichern und regelmäßig löschen. Wer seine Passwörter auf seinem Computer bzw. in seinem Browser speichert, muss zwar nicht bei jeder Anmeldung auf einer Webseite diese erneut eintippen, ermöglicht aber jedem Willigen den problemlosen Zugriff auf die entsprechenden Onlinekonten. Dafür ist lediglich, aus der Ferne oder vor Ort, der Zugriff auf den Computer notwendig. Wenn dazu auch noch der Browserverlauf aktiv ist, oder die Internetseiten als Favoriten abgespeichert sind, muss der Eindringling nicht einmal lange suchen.

Das Gleiche gilt bei Cookies, nur dass in diesem Fall den wenigsten bekannt ist, was in solch einem Cookie überhaupt alles gespeichert wird. Denn diese Inhalte können ebenfalls Passwörter, oder gleichermaßen sensible Daten enthalten. Deshalb ist es ratsam, so wenig Cookies wie möglich zuzulassen und diese regelmäßig zu löschen. Dies kann man entweder manuell, oder über die Einstellungen im entsprechenden Internet-Browser erledigen, der diese beim Beenden automatisch löscht.

Mit diesen einfachen Verhaltensweisen ist es möglich zumindest die Spuren auf dem eigenen Computer oder Smartphone enorm zu verringern.

Jedoch muss man, um im Internet zu Surfen, nicht nur Daten auf seinem eigenen Endgerät zwischenspeichern, sondern auch Informationen an die zu besuchenden Webseiten senden. Somit übermittelt man persönliche Daten an Internetseiten. Unter Umständen ist vielen überhaupt nicht bekannt oder bewusst, was entsprechende Internetseiten mit den eigenen Informationen anstellen.

Um den potenziellen Datenmissbrauch zu verhindern, kann man zum Surfen ein VPN verwenden.

VPN steht für „Virtual Private Network“ und bedeutet, dass die Online-Identität während des Surfens verschleiert wird. Dadurch kann die besuchte Internetseite nicht nachvollziehen, wer man ist, oder von wo aus man auf das Internet zugreift. Auch das „Abhören“ von außen ist in diesem Fall nicht mehr möglich, da aufgrund der Verschleierung Unbeteiligte die Verbindung nicht einsehen können.

Dies wird ermöglicht, indem über das VPN Netzwerk ein „Tunnel“ eingerichtet wird, auf welchen Außenstehende nicht zugreifen können. Zudem ist es möglich, das VPN Netzwerk, also den „Tunnel“, über andere Server in anderen Ländern zu leiten. Dadurch nimmt die besuchte Webseite an, man käme aus diesem Land. So können länderspezifische Blockaden von Webseiten umgangen werden.

Viele Browser stellen ein sogenanntes “Plug-in” zur Verfügung, welches das Surfen via VPN ermöglichen soll.

Zusätzlich gibt es mehrere Anbieter, welche entsprechende Programme und Browser anbieten. Der bekannteste darunter ist der “Tor Browser” (https://www.torproject.org). Dieser ermöglicht ein einfaches und vollumfängliches privates Surfen im Internet.

Wenn die genannten Punkte beherzigt werden, ist es möglich mit wenig Aufwand seine Fußspuren im Internet auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

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