Nach einem umstrittenen Tweet fordert die Parteivorsitzende der AfD und Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl Alice Weidel den ehemaligen Vorsitzenden des rheinland-pfälzischen Landesverbands Uwe Junge zum Parteiaustritt auf.

Der mittlerweile gelöschte Tweet von Junge ging auf den Vorschlag ein, dass beim kommenden EM Gruppenspiel gegen Ungarn die Münchener Allianz Arena in den Regenbogenfarben erstrahlen soll und damit ein Zeichen der Solidarität mit der LGBT Bewegung gesetzt werden soll.

Ungarn hat mit einem neuen Gesetz beschlossen die Informationsrechte von Jugendlichen für Homosexualität und Transsexualität stark einzuschränken. Unter anderem werden Inhalte aus Schulen verbannt und auch diverse Hollywood Filme auf den Index gesetzt.

Außerdem bemängelte Junge, dass der Kapitän der Nationalmannschaft, Manuel Neuer, die Regenbogenfahne als Kapitänsbinde trug, diese bezeichnete er als „Schwuchtelbinde“ die „statt unserer Nationalfarben“ getragen werde.

Alice Weidel äußerte sich bei Twitter kritisch über die Äußerungen von Uwe Junge. Zusätzlich erklärte sie in der Zeitung WELT „Er sollte die Partei verlassen“.

Anhand dieser Formulierung wird einmal wieder klar, dass es sich wohl um eine Aufforderung handelt, dass Junge selbst aus der Partei austritt und es für ein eventuelles Parteiausschlussverfahren nicht reichen wird.

Fakt ist, dass die Bundes AfD sich wieder einmal selbst kurz vor einer wichtigen Wahl öffentlich selbst zerlegt und über jedes Stöckchen der etablierten Presse springt.

Eigentlich war zu erwarten, dass man wie gewohnt von Jörg Meuthen die ersten Rufe nach Rücktritt und Parteiausschluss hören wird. Diesmal drängt sich allerdings Alice Weidel in den Vordergrund, mutmaßlich, da diese selbst homosexuell ist und mit ihrer Lebenspartnerin Sarah Bossard und zwei Söhnen zusammen lebt.

Was auf alle Fälle im Gedächtnis bleibt ist das Bild einer nach wie vor zerstrittenen Partei, die sich in der Öffentlichkeit selbst diskreditiert und damit die eigenen Chancen täglich selbst schmälert.

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