Nachdem die STIKO vor einigen Wochen harte öffentliche Kritik einstecken musste, weil deren Empfehlung für die Corona Impfung nicht die Gruppe der 12-17 jährigen umfasste, gibt es nun Neuigkeiten von der Ständigen Impfkommission zu vermelden.

Die STIKO kam heute nach der geäußerten Kritik durch Politik und Medien zu dem Entschluss, dass nun die Vorteile gegenüber den Nachteilen bei einer Corona Impfung für Minderjährige ab zwölf Jahren überwiegen. Lob kam hierzu von Frau Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), die sich über die “fundierten Grundlage” des Gremiums freute.

Fraglich bleibt wie das unabhängige Gremium zu der neuen Empfehlung kam. War möglicherweise der äußere Druck zu stark?

Entsprechend fordert die Grünen-Fraktionschefin dann auch direkt dazu wie folgt : “Jetzt braucht es Tempo, um einfach zugängliche Schulhof-Impfangebote für Schülerinnen und Schüler zu schaffen, die dann auch gleich ihren Eltern offen stehen.”


Dieser Satz klingt zunächst einmal nicht weiter tragisch. Es kann jeder Jugendliche bzw. dessen Eltern frei entscheiden, ob sie dieses Impfangebot annehmen wollen oder nicht. Doch wenn man sich bereits jetzt den gesellschaftlichen und politischen Druck anschaut, der auf nicht Geimpfte ausgeübt wird, der kann sich auch in etwa vorstellen, wie der Druck auf Schüler aufgebaut wird, die sich der Impfung vor allen anderen verweigern. Soziale Isolation, missbrauch des Datenschutzes und Mobbing könnte für einen nicht unerheblichen Anteil von Kindern und Jugendlichen gelebter Alltag werden.

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