Insolvent: Vapiano, Esprit, der seit zweihundert Jahren bestehende Weikersheimer Orgelbauer. Die Liste könnte unendlich weit fortgesetzt werden an uns sehr bekannten, oft traditionellen, aber auch etlichen unbekannten Unternehmen, die bereits im letzten und diesem Jahr aufgrund der Corona Krise ihren Insolvenzantrag gestellt haben.

Doch der Höhepunkt der bevorstehenden Insolvenzen sei bei weitem noch nicht eingetroffen, so die ersten Prognosen der Studie des Informationsdienstleisters D&B. Betroffen sind insbesondere die USA aber auch alle anderen Länder in und außerhalb Europas. Die Zulieferindustrie erstrangig dicht gefolgt von mittelständischen Unternehmen.

Die Ausmaße der Verkaufs- und Handelsstopps löst zunehmend eine Kettenreaktion aus. Die ausbleibenden Aufträge minimieren die Gewinne oder lassen sie komplett ausbleiben, oft müssen Firmen ihre angesparten Rücklagen aufbrauchen um überhaupt ihr Unternehmen am Leben zu erhalten. Fortlaufende Kosten wie Miete oder bestehende Kredite müssen auch in Krisenzeiten weiter gezahlt werden.

Als Folge gibt es massenhaft Entlassungen, die jedoch einige Betriebe handlungsunfähig machen. Die Konsequenz: die Unternehmer benötigen neue Kredite. Ein großes Problem, denn die Banken können bereits kurz vor der Insolvenz stehenden Firmen kein Kapital auszahlen. Es werden kaum noch Darlehen gegeben. Die Folge ist, dass weitere Firmen zusammenbrechen werden. Und jede einzelne hat eine Wechselwirkung auf andere Firmen. Vorhersehbar ist nicht das gesamte Ausmaß, aber sicher ist, dass Ende des Jahres eine Pleitewelle auf uns zukommt.

Nun ist die Politik gefragt wie sie damit umgeht, es bleibt offen wie hier finanziell unterstützt werden kann und die Handlungen der Obrigkeiten sich politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich auswirken werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.