Während tausende Menschen entlang der Ahr im Dauereinsatz waren und 134 Menschen starben, trat die damalige zuständige Umweltministerin Anne Spiegel einen vierwöchigen Urlaub in Frankreich an. Der Druck auf Spiegel wächst und die Rücktrittsforderungen werden deutlich denn je. 

Bei der Aufarbeitung der Flutkatastrophe im Ahrtal kommen immer mehr schmutzige Details ans Licht. Diese zeigen vor allem das pietätlose Verhalten der verantwortlichen Politiker auf.

Helfer aus dem Ahrtal und gesamten Bundesgebiet kamen nach der Flutkatastrophe nur schleppend voran, ganze Gebiete waren ohne Strom, Gas und sauberes Wasser. Die zuständigen Umweltministerinnen aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen lies dies offenbar so kalt, dass sie trotz der dramatischen Situation ihren jeweiligen Urlaub angetreten hatten. 

Wegen eines Mallorca-Urlaubs während der Jahrhundertflut, hatte die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) ihren Rücktritt bekannt gegeben. Nicht das schlechte Gewissen, der starke Druck von außen bewegte Heinen-Esser zum Rücktritt. Jetzt wächst auch der Druck auf die damalige rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne), heute Bundesfamilienministerin. 

Anne Spiegel stand schon vorher in der Kritik

Wie durch die BamS nun bekannt wurde, trat Anne Spiegel zehn Tage nach der Flutkatastrophe einen vierwöchigen Urlaub in Frankreich an. Für lediglich zwei kurze Termine im Ahrtal unterbrach die damalige Umweltministerin der Grünen ihren Urlaub. Dabei verschaffte sie sich einen Überblick von Reparaturen einer Kläranlage und schaute sich an, wie weit die Menschen mit den Aufräumarbeiten gekommen waren. Anschließend machte sich Spiegel rasch zurück nach Frankreich auf. 

Anne Spiegel sorgte jedoch auch schon früher für Schlagzeilen. Einem veröffentlichten Chatprotokoll nach, hatte Anne Spiegel lieber auf Gendersprache geachtet, statt die Bevölkerung ordnungsgemäß zu warnen. Am Tag der Flutkatastrophe war es ihr wichtiger, dass ihre Außenwirkung mit einer “glaubwürdigen Rolle” übereinstimmt, statt sich ein tatsächlichen Überblick über die Situation zu verschaffen. Spiegel war laut den Chatprotokollen bereit sich anschließend zu inszenieren, es dürfe aber “nicht nach politischer Instrumentalisierung aussehen”. In den Stunden der Katastrophe war Spiegel laut Anrufprotokollen nicht erreichbar. 

CSU-Generalsekretär Stephan Mayer sagte gegen über der BamS: „Anne Spiegel sollte sich ein Beispiel an Heinen-Esser nehmen und ihr Amt zur Verfügung stellen“. Christian Baldauf (CDU) bezeichnet die Bundesfamilienministerin Spiegel als untragbar. 

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