Djokovic könnte Sieger im Spiel, aber niemals der Sieger der Menschen werden.

Wie es einem gehen kann, wenn man sich nicht impfen lassen möchte, hatten wir jüngst am Beispiel des Nationalspielers Joshua Kimmich gesehen. Tagelang wurde darüber berichtet und nachgefragt, wie es denn sein kann, dass sich ein Fußballspieler nicht impfen lassen möchte, dass er doch eine Vorbildfunktion habe. Der mittlerweile wieder von Corona genesene Fußballspieler hat zwischenzeitlich seine Meinung laut Medienangabe doch geändert (ob freiwillig, oder Aufgrund des öffentlichen Drucks, bleibt geheim).

Der Platz von Kimmich wird nun frei für den Profi-Tennisspieler Novak Djokovic. Derzeit die Nummer 1 auf der Weltrangliste, wird ihm sein Impfstatus nun immer mehr zum Verhängnis. Er selbst gibt zu bedenken, dass es sein Körper und seine Entscheidung ist, er war nie an die Öffentlichkeit damit gegangen, dass er gegen das Impfen sei.

Letztendlich kam es zu den Medienschlagzeilen aufgrund der Einreiseproblematik nach Australien, wo das “Australian Open” Tennisturnier stattfindet. Seitdem vergeht kein Tag, an dem nicht mindestens ein Bericht über den serbischen Tennisspieler veröffentlicht wird.

In einigen Artikeln handelt es sich schon nahezu um Diffamierung. Da spricht im SWR 4 beispielsweise ein Reporter darüber, dass Djokovic eventuell Sieger werden könnte im Spiel, aber niemals der Sieger der Menschen. Angespielt wird hier auf die Solidarität der Mitmenschen. Möglicherweise (fast schon euphorisch) wird prophezeit, dass er im Spiel “ausgebuht” werden könnte.

Bislang scheint Djokovic davon relativ unbeeindruckt zu wirken. Am derzeitigen Standort Melbourne jedenfalls, stehen serbische Anhänger auf der Straße und schwenken ihre serbischen Fahnen als Zeichen der Solidarität.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.