Soeben verkündete der neue Bundeskanzler Olaf Scholz die Beschlüsse der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Auf die Bürger unseres Landes kommen wie erwartet noch weitere Einschränkungen zu.

Im Fokus der MPK stand die neue Omikron Variante des Corona Virus. Laut Experten soll sich diese schneller ausbreiten als die bisherigen Varianten. Erste Untersuchungen zeigten bislang aber, dass sowohl in Südafrika, als auch in mehreren europäischen Ländern, mildere Verläufe festzustellen sind. Trotzdem setzt die Bundesregierung, zusammen mit den Ministerpräsidenten der Länder, auf die Boosterimpfung. Diese würde zumindest zu 75 % vor einer Ansteckung schützen.

Wie erwartet müssen sich die Bürger auf weitere Einschränkungen einstellen. Diese gelten ab dem 28. Dezember. Einige von ihnen gelten bereits vereinzelt in manchen Bundesländern.

Übersicht der beschlossenen Maßnahmen

  • Notfallpläne für wichtige Betriebe wie z.B. Feuerwehr, Polizei, Krankenhäuser oder Stromversorgung
  • Verbot für Versammlungen an Silvester
  • Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper
  • Für Ungeimpfte: Ein Haushalt darf sich mit 2 weiteren Personen eines anderen Haushalts treffen
  • Für Geimpfte und Genesene: Kontaktbeschränkung auf zehn Personen
  • Clubs und Discotheken werden geschlossen
  • Großveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt, z.B. Spiele der Fußball Bundesliga

Zusätzlich wurde zum Ziel erklärt, dass das Ziel von 30 Millionen verabreichten Impfdosen bis Weihnachten erreicht werden soll. Danach sollen weitere 30 Millionen Dosen bis Ende Januar gespritzt werden. Scholz strebt eine Impfquote von 80 % in der Bevölkerung an.

NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst pochte während der Pressekonferenz noch einmal darauf, dass die Ampel-Koalition schnellstmöglich die Impfpflicht rechtlich auf den Weg bringt.

Trotz täglich sinkender Fallzahlen bei den Neuinfektionen und einer fallenden Inzidenz, sowie Hospitalisierungsrate, dürfen die Deutschen vorerst keine Lockerungen in dieser Pandemie erwarten. Dies liegt unter anderem an der kaum erforschten Virusvariante, welche gefährlicher als die Vorgängervarianten sein könnte – zumindest laut Expertenrat der Bundesregierung.

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wird die neue Variante trotz der heute beschlossenen Maßnahmen schon bald bestimmend sein und die Fallzahlen ansteigen lassen. Es bleibt abzuwarten, ob er und der Expertenrat der Bundesregierung Recht behalten werden, oder ein weiteres Mal mit ihren Prognosen weit daneben liegen.

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