Vor dem Stuttgarter Landgericht beginnt der Prozess gegen zwei mutmaßliche linksextreme Schläger. Ihnen wird vorgeworfen im Mai 2020 am Rande einer Corona Demo drei Teilnehmer dieser Versammlung angegriffen und zum Teil lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert für beide mehrjährige Haftstrafen.

Im sogenannten Wasenprozess fordert die Staatsanwältin für Joel P. fünf Jahre und für Diyar A. sechs Jahre Haft. Beide stehen im dringenden Tatverdacht im Mai 2020 aus einer Gruppe von knapp 30 Vermummten heraus drei Personen angegriffen und zum Teil schwer verletzt zu haben. Die drei Personen gehörten zur Organisation “Zentrum Automobil”. Einer von ihnen wurde leicht verletzt, einer verlor auf einem Auge fast die gesamt Sehkraft und der dritte schwebte sogar in Lebensgefahr.

DNA Spuren an einem Handschuh und einer Reizgaspistole sollen die beiden Täter überführen. Deren Verteidigung geht hingegen von unsachgemäßen Umgang mit den Beweismitteln aus und fordert für die Angeklagten einen Freispruch.

Das Urteil für diesen Prozess wird für den 13. Oktober 2021 erwartet.

Prozess gegen Lina E. in Dresden

Das Verfahren ist nur ein weiterer Fall von vielen in denen gegen mutmaßlich gewalttätige Linksextremisten ermittelt wird bzw. diese sich auf der Anklagebank befinden. Bundesweit für Aufsehen sorgt aktuell auch die Verhandlung gegen Lina E. in Dresden. Ihr wird vorgeworfen der Kopf einer Gruppe zu sein, die gezielt Mitglieder aus der rechten Szene auskundschaftete und dann später angriff. Zwei Opfer wurden lebensbedrohlich verletzt, unter anderem wurde einem von ihnen mit Teleskopschlagstöcken auf den Kopf geschlagen.

Für Aufsehen sorgte beim dortigen Prozessauftakt auch, dass ein Angeklagter Staatsgelder erhalten haben soll, die aus Fördergeldern für den so genannten “Kampf gegen rechts” bestanden.

Beide Fälle zeigen auf, wie gewaltbereit die linksextreme Szene mittlerweile in der Republik agiert. Stellenweise wird der Tod von politisch Andersdenkenden billigend in Kauf genommen. Aus der Szene selbst kommen allerdings keine Abgrenzungen oder Distanzierungen. Im Gegenteil, es werden noch Solidaritätskundgebungen abgehalten und Spendengelder gesammelt. Auch von den linksgerichteten Parteien in und außerhalb der Parlamente fehlen solche Distanzierungen bislang komplett.

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