Jetzt, in einer Zeit in der die Tage kürzer und die Nächte länger sind, steigen fast schon traditionell wieder die Einbruchszahlen. Bevorzugt betroffen sind Wohnungen von älteren Menschen, mit guten Anbindungen zu eventuellen Fluchtwegen wie Hauptstraßen oder Autobahnen und in Gegenden mit vielen Einfamilienhäusern und tendenziell höheren Grundstückpreisen.

Bei Einbrüchen in Mehrfamilienhäuser werden überraschenderweise eher Wohnungen in den oberen Etagen ausgeräumt, da die Gefahr entdeckt zu werden, geringer ist. Die Einbrecher haben größtenteils die deutsche Staatsbürgerschaft, teilt das Bundeskriminalamt (BKA) mit. Oft sind die Täter schon polizeilich bekannt und setzen sich aus Gewohnheitstätern, Banden von Jugendlichen, sowie Drogenkonsumenten (Beschaffungskriminalität) zusammen.

Der Anteil von überregional und international agierenden Banden hat laut BKA kontinuierlich zugenommen. Die Täter kommen häufig aus Südost- und Osteuropa. Den Dieben ist es meist wichtig, schnell und unauffällig zu sein. Laut Polizei dauert ein Einbruch in der Regel nicht länger als 5 Minuten. Bevorzugt sind bei den Tätern Bargeld, Schmuck, Briefmarken und Münzsammlungen, also Gegenstände die schnell einzupacken und leicht zu verkaufen sind. Fernseher oder HiFi-Anlagen bleiben hier die Ausnahme.

Das Bundesland Baden-Württemberg zeigt auf 100.000 Einwohner 32 Einbrüche und eine Aufklärung von 21,3 %. Bayern kommt bei 100.000 Einwohnern ebenfalls auf 32 Einbrüche und eine Aufklärung von 22,5 %. Rheinland-Pfalz hat zeigt auf 100.000 Einwohner 64 Einbrüche und eine Aufklärung von 23.9 %.

Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch beträgt 2.245€. Laut Polizei sind die Einbrüche in Zeiten von Corona jedoch deutlich zurück gegangen, da die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen.

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