Heute haben sich in München über 2.000 Menschen zum “Marsch fürs Lebens” eingefunden um gemeinsam ein Zeichen gegen Abtreibung zu setzen. Etwa 100.000 Kinder werden jährlich in Deutschland abgetrieben (die Dunkelziffer ist wahrscheinlich deutlich höher). Weltweit sind es sogar 73 Millionen.

Verschiedene Redner kamen am Königsplatz in München zu Wort, darunter auch ein Pfarrer, der die kirchliche Seite einer durch Gott bewirkten Empfängnis beleuchtet hatte und die Parallelen einer jeden Geburt mit der Geburt Jesus Christus beleuchtete.

Abtreibungen sind ein lukratives Geschäftsmodell

Auch Musik, zum Teil digital, zum Teil live gespielt, von Beethoven bis “Ein knallrotes Gummiboot” erheiterten die Teilnehmer, nachdem in den Redebeiträgen die Grauenhaftigkeit der Abtreibungen und finanziellen Interessen der sogenannten “Abtreibungslobby” aufgezeigt wurden.

Abtreibungen sind ein sehr lukratives Geschäftsmodell, das von den meisten Ländern weltweit gefördert wird. Oftmals geht es nicht um die Interessen der Frauen, die sich in einer Notsituation befinden, sondern rein um die finanziellen Aspekte.

Auch vom sogenannten “Post-Abortion”-Trauma, das laut Experten mindestens 10% der Frauen nach einer Abtreibung widerfährt, möchten viele Abtreibungskliniken nichts wissen. Auf den Internet-Plattformen wird in den wenigsten Fällen darüber berichtet. Im Gegenteil, die Existenz einer möglichen mentalen Belastung nach einer Abtreibung werde, bewusst und trotz anderslautender Studienlage, abgestritten.

Geschmackloses Tanzvideo der FDP wurde diskutiert

Auch andere Fakten wurden auf der Kundgebung angesprochen. So lassen sich Frauen, die schon einmal eine Abtreibung durchlebt haben, sich deutlich häufiger (37 %) später in ihrem Leben scheiden. Das geschmacklose Tanzvideo der FDP (Deutschland aktuell berichtete) war ebenfalls Gesprächsthema.

Anschließend wurde dann, dem Namen der Veranstaltung “Marsch fürs Leben” entsprechend, durch München “marschiert”, mit Plakaten, Bannern und Lautsprechern. Gegendemonstranten waren ebenfalls anwesend. Doch hatten diese durch die weiträumige Sperrung der Polizei keinerlei Möglichkeit die Veranstaltungsteilnehmer zu stören. Gegen einen Gegendemonstranten wird wegen Körperverletzung ermittelt. Insgesamt waren etwa 400 Polizisten im Einsatz.

Am Ende, wieder am Königsplatz angekommen, wurden die letzten Reden vorgetragen, Musik abgespielt und mit allen Veranstaltungsteilnehmern die Bayernhymne abgestimmt. So ging eine, laut den Organisatoren, sehr erfolgreiche Veranstaltung zu Ende. Waren es letztes Jahr etwa 1.000 Teilnehmer, so konnte die Anzahl auf 2.000 verdoppelt werden. Ein Trend, der allen beteiligten Demonstrationsteilnehmern Hoffnung stiftet.

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