Eine Initiative fordert die sterblichen Überreste von Ludwig van Beethoven zu exhumieren. Laut deren Ansicht soll Beethoven afrikanische Wurzeln gehabt haben. Eine Exhumierung soll dies nun beweisen. Die Initiative bekommt nun populäre Unterstützung.

Ganz nach dem Motto “Ein bisschen Spaß muss sein” mischt sich nun Musiker Roberto Blanco in die Diskussion mit ein und fordert den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig dazu auf, das Grab von Beethoven zu öffnen. Ziel davon soll es sein, die sterblichen Überreste zu untersuchen und die afrikanische Herkunft zu belegen. Auch die Moderatorin Milka Loff-Fernandes und der Schauspieler und Musiker Tyron Ricketts unterstützen die Forderungen.

Der Berliner Filmproduzent Michael Simon de Normier gilt als Initiator hinter den Forderungen. Es herrscht die Meinung vor, die Musikgeschichte und die Geschichte der Kultur müssten umgeschrieben werden, wenn sich die afrikanische Herkunft als Wahrheit herausstellen sollte.

Afrikanische Herkunft nun auf einmal doch entscheidend?

Warum der Initiator und die Unterstützer so stark auf die mögliche afrikanische Herkunft von Beethoven hoffen, bleiben diese im Detail allerdings schuldig. In der Regel lassen Politik, Medien und Prominente keine Gelegenheit aus von der Gleichheit aller Menschen zu schwärmen.

Immer wieder wird man damit konfrontiert, es gäbe keine spezifische deutsche bzw. europäische Kultur. Im Gegenzug fordert man nun dazu auf, unbedingt eine afrikanische Herkunft bei einem der bekanntesten europäischen Künstler aller Zeiten festzustellen, auch wenn es dafür wenig bis keine Belege gibt. Woher kommt dieses eigenartige Bestreben und was sind die Ziele dahinter? Spielt die Herkunft nur keine Rolle wenn man erwiesenerweise Europäer ist oder war? Ist dies nicht schon ein Denken, das in Richtung Rassismus tendiert?

Ein Gedanke zu „Ludwig van Beethoven – ein Afrikaner? (+Video)“

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