In Shanghai besteht seit über zehn Tagen eine absolute Ausgangssperre – ein Lockdown, wie zu Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Seit Wochen ist die Stadt abgeriegelt und über 26 Millionen Menschen sind in ihren Häusern eingesperrt.

Die Lieferung von Nahrungsmitteln und Medikamenten verläuft von Tag zu Tag schlechter und der Unmut in der Bevölkerung nimmt zu. Binnen kurzer Zeit wurde durch die chinesischen Corona-Maßnahmen eine riesige Stadt lahm gelegt. Dadurch kommen auch 30 Prozent der chinesischen Wirtschaft zum Erliegen.

Mittlerweile befinden sich Armee und Behörden in einer Abwärtsspirale, in der Ängste und Versorgung der Bevölkerung einen kritischen Zustand annehmen. Zuletzt wurden Videos im Internet geteilt, wie verzweifelte Menschen, eingesperrt in ihren kleinen Hochhauswohnungen, nach Essen schrien oder sich aus purer Verzweiflung in den Tod stürzten.

Auch Aufnahmen von patrouillierenden Roboterhunden und militärische Attacken auf Bürger, die aus Hungersnot ihre Häuser verlassen, nehmen zu. Zusammenfassend kann man die Situation dort als absolut dramatisch bezeichnen und ein Ende dessen, was sich dort gerade abspielt, scheint nicht in Sichtweite zu sein.

Chinas Präsident hatte in den letzten Jahren oft sein Land als Aushängeschild benutzt und seine No-COVID Strategie als die Beste angepriesen. Entsprechend schwierig sollte es nun sein, aus ideeller Sicht von diesem Weg abzuweichen. Doch wenn die “Schutzstrategie” selbst zur Todesfalle wird, weil Bürger regelrecht ausgehungert werden, sollte doch auch der verbohrteste Mensch einmal sein Vorgehen hinterfragen – es sei denn, es stecken vielleicht andere Interessen oder Wissen über die Gefährlichkeit eines – eigentlich mittlerweile als grippeähnlichen eingestuften – Virus dahinter.

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