Im Impfzentrum in Olpe wurden mehrere Kinder mit dem falschen Impfstoff geimpft. Anstatt den Stoff von Biontech/Pfizer wurde ihnen Moderna gegeben. Der Fall liegt nun bei der Polizei.

Es ist ein weiterer Fall von hunderten Fehlern, die bislang in dieser Pandemie von Politik und Behörden gemacht wurden. Im Kreis Olpe bekamen mehrere Kinder den falschen Impfstoff gespritzt. Sie hätte eigentlich das im November von der EMA freigegebene Vakzin von Biontech/Pfizer bekommen sollen. Dieses ist als einziges Mittel für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen.

Stattdessen bekamen sie den Impfstoff von Moderna gespritzt. Dieser ist zwar von der EMA für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, die Ständige Impfkommission empfiehlt das MIttel aber erst für Menschen ab 30 Jahren. Ähnlich läuft es in Schweden und Finnland, auch hier muss man mindestens 30 Jahre alt sein um den Moderna Impfstoff zu erhalten. Island geht bereits einen Schritt weiter und hat das Produkt komplett vom Markt genommen.

Studien belegen, dass es bei diesem Impfstoff ein erhöhtes Risiko einer Herzmuskelentzündung gibt, vor allem bei jungen Menschen. Ein Bericht von “Public Health Ontario” kommt zu der Erkenntnis, dass in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren knapp 263 Fälle pro eine Million Impfungen auftraten. Im Vergleich zu anderen Impfungen also deutlich erhöht.

Bei dem Fall in Olpe wurde nun die Polizei eingeschaltet. Die Eltern der betroffenen Kinder hatten Anzeige erstattet. Das Impfzentrum selbst prüft nun seine eigenen Abläufe, speziell die bei Kinderimpfungen um festzustellen ob es eventuell noch weitere Fälle gibt. Vor allem soll es aber verhindern, dass erneut solche Fälle auftreten.

Den jetzt betroffenen Kindern hilft dies im Ernstfall nun leider nicht mehr.

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