Ein besonders großes Thema in der Impfdebatte sind derzeit die Kinder. Sollen Kinder und Jugendliche unter 17 Jahre wirklich schon geimpft werden oder sind die Risiken zu unberechenbar? Und ab welchem Alter, wo wird die Grenze gezogen: bei 10, 12 oder 14 Jahren? Für die Herdenschutzimmunität sei es wichtig, dass auch Jugendliche geimpft würden, so die Politik.

Die SPD Politikerin Behrens plädierte deswegen dafür, dass die Parameter, die für Coronaregelungen (Einschränkungen, Schließungen usw) gelten nicht mehr nur anhand des Inzidenzwertes ausgemacht werden, sondern auch anhand der vollständig geimpften Personen in den Regionen, die entsprechende Infektionen aufweisen. Entsprechend nimmt die Bedeutung der geimpften Personen im Vergleich zu den tatsächlich Infizierten zu. Kein Wunder ist es deshalb, dass die Stiko, welche bislang keine Impfempfehlung für Jugendliche und Kinder herausgebracht hat, in den Fokus der Politik rutscht.

Der baden-württembergische Sozialminister Lucha möchte sich deshalb von der ständigen Impfkomission trennen. Lieber wolle er zukünftig ein Bundesgesundheitsamt mit “breiter wissenschaftlicher Expertise”. Weiter sehe er die deutsche Stiko als Konkurrenzunternehmen zur europäischen Arzneimittelagentur. 
Wird sich ein weiterer Eckstein der deutschen Gesetzgebung durch die Corona Pandemie verändern? Bislang jedenfalls galt die Stiko als zuverlässig, doch bislang stand sie auch nicht entgegen der politischen Interessen.

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