Die Coronakrise stellt unsere Wirtschaft auf eine harte Probe, das ist klar. Sicher ist auch, dass der Staat wahnsinnige Gelder aufbringen muss, um Unternehmen zu retten, um überhaupt unser bestehendes, auf Gewinn ausgelegtes System zu erhalten. In Zeiten von Corona funktioniert freie Marktwirtschaft nicht, Angebot und Nachfrage sind verzerrt, Grenzen gesperrt, Importe und Exporte lahmgelegt. 


Soweit so klar, doch was ist mit den “selbstverschuldeten” Kosten? Eine halbe Milliarde Euro waren für Bürgertests eingeplant -EINE HALBE MILLIARDE- und diese wahnsinnige Summe reicht jetzt (aufgrund von Fehlkalkulationen) nicht mal ansatzweise aus. Genau genommen hat sie nur zwei Monate abgedeckt. Obwohl die Coronazahlen und Inzidenz stetig sinken werden bundesweit fast in jeder Stadt Testzentren mit kostenlosen Testangeboten aufgebaut. 


Das Bundesamt für soziale Sicherheit weist darauf hin, dass bereits im April über 600 Millionen Euro für Abrechnungen an die kassenärztliche Vereinigung gingen. Wenn man bedenkt, dass der Krankenkassenbeitrag für die Bürger stetig steigt weil kein Geld vorhanden ist, ist wohl absehbar wie die Entwicklung sich zukünftig verhalten wird. 
Da die Schnelltests erst Ende April vermehrt von der Bevölkerung angenommen wurden, lässt sich nur erahnen wohin die Kosten noch explodieren werden. Über eine Milliarde allein für den Monat Mai sieht das Bundesamt für soziale Sicherheit als ziemlich wahrscheinlich.


Hier stellt sich am Ende die Frage nach dem Nutzen. Ähnlich wie im letzten Jahr war auch dieses Jahr davon auszugehen, dass die Infektionen mit Corona zum Sommer hin stetig sinken. Bereits im März war unser Gesundheitssystem in keiner Weise mehr “kurz vor dem Kollaps”. Wenn man sich zurück erinnert, sollte dieses Argument durchgehend ausschlaggebend für alle Maßnahmen sein. Das Gesundheitssystem vor einer Überlastung bewahren, dies war der eigentliche Tenor für Lockwowns und Tests. Doch war dies im Frühjahr überhaupt noch notwendig? Diese Frage dürfte sich jeder selbst beantworten können.

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