Sprecher von verschiedenen Klimaschutzorganisationen geben an, dass ihr Repertoire bei ihren Protesten “durchgespielt” sei. In einem offenen Brief an die Regierung stellen sie Forderungen auf. Sollte der Brief unbeantwortet bleiben drohen die Klimaschützer mit einer deutlichen Radikalisierung ihrer Aktionen.

In den letzten Wochen machte eine Klimaschutzorganisation besonders oft auf sich aufmerksam. Die Gruppe “Aufstand der letzten Generation” fordert unter dem Motto “Essen retten – Leben retten” unter anderem ein Gesetz um Lebensmittel zu retten und eine Agrarwende herbeizuführen.

Um von sich reden zu machen blockierte die Gruppe Autobahnen oder kippte einen Misthaufen vor das Landeswirtschaftsministerium. Einige der Mitglieder klebten sich während der Proteste sogar an der Straße fest. Bei der Bevölkerung sorgen die Aktionen immer wieder für Unverständnis und Wut.

Eine Sprecherin der Gruppe sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung”, dass “Wenn unser Ultimatum verstreicht … werden wir uns darauf konzentrieren, die empfindliche Infrastruktur zu treffen, zum Beispiel Flughäfen und Häfen”. Dass die Planung für Störaktionen Repressalien nach sich ziehen wird ist den Aktivisten bewusst und dies würden sie auch in Kauf nehmen.

Das Ultimatum läuft am Sonntagabend ab.

Gründung einer “grünen RAF”

Einige der Klimaschützer gehen sogar noch deutlich weiter in ihren Drohungen. Tadzio Müller, Mitbegründer von “Ende Gelände”, hält die Gründung einer “grünen RAF” für durchaus möglich. Diese “grüne RAF” könnte dann unter anderem für die Zerstörung von Industrieanlagen sorgen. Müller fordert dies ganz offen in einem Zeitungsinterview. Er beruft sich dabei auf eine Art “Klima-Notstandsrecht”.

Ähnliche Forderungen hatte auch schon Tino Pfaff im letzten Jahr aufgestellt, damals war er noch Sprecher der Gruppe “Extinction Rebellion”. Die Zerstörung von Industrieanlagen sei eine “mögliche Protestform” sagte er in einem Interview mit der Zeitung “WELT”.

Auch die deutschlandweit tätige Gruppe “Fridays for future” möchte weg von ihrem “klassischen Protest” und eine “Verbreiterung der Protestformen erleben, wie bei der ´Letzten Generation´”.

Weltuntergangsstimmung

Allein die Namensgebungen bei vielen dieser Gruppen zeigen die Panik auf, die von den Klimaschützern verbreitet werden soll. Wenn man jetzt nicht handelt, dann ist man die “letzte Generation”. Wer in einem solchen Angst- und Panikzustand lebt, der driftet schnell ab in eine eigene Welt und stellt haltlose Forderungen in den Raum, die nicht von heute auf morgen umzusetzen sind.

Bei den erwähnten Gruppen kommt allerdings noch ein erhöhtes Maß an Rücksichtslosigkeit und auch krimineller Energie dazu. Es ist die eine Sache, kurzfristig eine Straße zu blockieren um auf seine Forderungen aufmerksam zu machen. Aber wer öffentlich fordert, dass man Flughäfen und Häfen blockiert, Industrieanlagen sabotiert und mit der Forderung einer “grünen RAF” die Interpretation für noch schlimmere Taten offen lässt, der sollte sich nicht mehr als Aktivist bezeichnen. Solche Leute sind eher ein Fall für die Sicherheitsbehörden in unserem Land.

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