In Hamburg verhängt der Chef der Freiwilligen Feuerwehr, Harald Burghardt, ein Verbot für Ungeimpfte für den Einsatz- und Dienstbetrieb. Dies ging den betroffenen Wehren am Mittwoch als Schreiben zu.

Im Fall dieses Schreibens sieht man einmal mehr, welch krude Ausmaße die Corona Maßnahmen mitunter nehmen können. Nach der beschlossenen Impfpflicht für Pflegekräfte, kommt nun das de facto Ausübungsverbot für ungeimpfte Personen bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Insgesamt sind 86 Wehren mit 2659 freiwilligen Feuerwehrleuten betroffen. Wer ungeimpft ist, darf nicht mehr am Dienst und an Einsätzen teilnehmen. Im Gefahrenfall stehen also weniger Einsatzkräfte zur Verfügung. Die Verordnung gefährdet damit aktiv Menschenleben.

Die Spaltung der Gesellschaft in geimpfte und Ungeimpfte wird mit solchen Entscheidungen weiter voran getrieben. Bei den Pflegekräften wird aktuell befürchtet, dass es zu einer Welle an Kündigungen kommen könnte, wenn die einrichtungsbezogene Impfpflicht, am 15. März nächsten Jahres, Gültigkeit bekommt. Dem ohnehin schon angeschlagenen Pflegesektor könnte dies erhebliche Probleme bereiten.

Unter #pflegteuchdochselbst machen sich auf Twitter aktuell viele Pflegekräfte Luft und teilen mit, wie verärgert sie über die Entscheidung der Politik sind. Viele geben bereits jetzt ihren Rückzug aus dem Pflegeberuf bekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass solch eine Reaktion nun auch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hamburg eintritt.

Bei der Berufsfeuerwehr dürfen Ungeimpfte weiterhin am Dienst und an Einsätzen teilnehmen. Sie müssen sich allerdings, wie aktuell jeder Arbeitnehmer, morgens vor Dienstbeginn einem Schnelltest unterziehen.

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