Die EZB hebt die Dividendenbeschränkung aus dem letzten Jahr auf und erlaubt den europäischen Großbanken ab Oktober wieder die Gewinnausschüttung an ihre Aktionäre. Aufgrund der nicht abzuschätzenden Folgen der Corona Pandemie wurde die Ausschüttung im letzten Jahr untersagt. Viele Finanzinstitute kritisierten damals diese Entscheidung.

Im März 2020 hatte die EZB die Banken aufgefordert auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu verzichten. Stattdessen sollten Reserven aufgebaut werden, damit man Firmen weiter mit Krediten versorgen kann, die wirtschaftlich unter der Pandemie leiden. Auch Kreditausfälle sollten so kompensiert werden.

Da sich die pandemische Lage entspannt und damit verbunden auch die Konjunktur wieder erholt habe, hält die EZB diese Maßnahme nicht mehr für nötig, ruft aber nach wie vor zur Zurückhaltung auf. Das Risiko von Verlusten sollte immer noch in den Köpfen der Bankenchefs bleiben. Die Gewinnausschüttungen könnten daher vielleicht etwas geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren.

Von den Finanzinstituten wurde damals kritisiert, dass die Investoren sich aus dem Bankensektor zurück ziehen oder zögern in diesen zu investieren. Damit sinkt die Marktkapitalisierung und die Liquidität der Finanzinstitute, ein nicht enden wollender Kreislauf nach unten. Die meisten Institute dürften daher froh sein über die aktuelle Entwicklung.

Die Kurse an der Börse dürften, laut Experten, in den nächsten Wochen zulegen, da Investoren nun wieder einen Grund haben ihr Geld zur Verfügung zu stellen, da sie nun auch wieder etwas dafür zurück bekommen.

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