Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich in einer starken Krise. Zwar gehört ihr noch knapp ein Viertel der Bevölkerung an, jedoch vermeldet sie jedes Jahr hunderttausende Austritte. 2021 wurde ein neuer Negativrekord erreicht. Knapp 360.000 Menschen kehrten ihr den Rücken zu.

Während 2020 eine leichte Erholung einsetzte und “nur” 221.390 Menschen aus der Kirche austraten, 2019 waren es noch 272.771, ist der Stand im Jahr 2021 auf einen neuen Nagativrekord gestiegen. Insgesamt verließen 359.338 Menschen die katholische Kirche. Das wurde jetzt kleinmütig auf der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht.

Georg Bätzing, Vorsitzender der Bischofskonferenz zeigte sich “zutiefst erschüttert”, die katholische Kirche befinde sich in “einer tiefgreifenden Krise”. Späte Erkenntnisse, denn der Trend ist seit Jahren zu beobachten.

Auch der evangelischen Kirche ergeht es nicht anders. Sie vermeldete bereits im März ihre Zahlen. 280.000 Menschen haben ihr im Jahr 2021 den Rücken zugewandt.

Doch nicht nur die Mitglieder laufen der Kirche weg, auch die Zahl der Menschen die sich in der Kirch engagieren und die Anzahl der Priester geht von Jahr zu Jahr zurück. Knapp 2000 Priester weniger wurden vom Jahr 2020 zum Jahr 2021 gezählt. Ein Rückgang von knapp 16 %.

Immer wieder fiel die Kirche in den letzten Jahren negativ auf. Politische Indoktrination im Sinne der Altparteien, Kirchenasyl für Ausreisepflichtige, Finanzskandale und immer wieder Missbrauchsvorwürfe.

Wie sich die Zahlen auf das Münchener Missbrauchsgutachten vom Anfang des Jahres auswirken werden bleibt abzuwarten. Eine Trendwende in der Bevölkerung scheint aktuell jedoch mehr als unwahrscheinlich.

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