Interview mit einem deutschen Unternehmer, der in der Ukraine seine Wahlheimat, sein Business und seine Liebe gefunden hat.

Es hatte alles so perfekt gewirkt. Unternehmer Philipp H. hatte die Corona-Pandemie zum Anlass genommen, sich umzustrukturieren. In weniger als zwei Jahren verlagerte der ambitionierte Jungunternehmer fast sein gesamtes Leben in die Ukraine. Eine Unternehmensgründung in Odessa, neue Freunde und nun auch die große Liebe. Das Glück stand auf seiner Seite. Am 24. Februar veränderte der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine jedoch das gesamte Leben des Unternehmers. Wie er und seine Lebensgefährtin den Krieg erleben und wie sich der Alltag im belagerten Odessa gestaltet, erfahren Sie im nachfolgenden Interview.

Bevor das Interview startet, möchte die Redaktion von Deutschland Aktuell (RDA) jedoch darauf aufmerksam machen, dass Philipp H. als direkt Betroffener des Krieges nicht unparteiisch ist. Als Redaktion halten wir nach wie vor an unserem Statement fest und werden in Kürze auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen.

RDA: Guten Tag Philipp H., vielen Dank, dass Sie sich gerade in der aktuell schwierigen Zeit einen Moment für dieses Interview genommen haben. Sie blicken auf ereignisreiche Monate zurück. Der aktuelle Krieg in der Ukraine dürfte Ihr Leben, gelinde gesagt, so ziemlich auf den Kopf gestellt haben. Doch beginnen wir mit dem Jahr 2020. In diesem Jahr haben Sie den Entschluss gefasst, in der Ukraine ein neues Standbein aufzustellen. Was hat Sie zu dieser großen Entscheidung bewegt?

Philipp: Hallo allerseits und vielen Dank für das Interesse. In der Tat haben mich ursprünglich „Corona“ und die darauffolgenden Maßnahmen der Bundesregierung in die Ukraine geführt. Alles begann mit dem ersten Lockdown im März 2020. Meine damalige Haushälterin ist Ukrainerin und kam aus Odessa. Wir hatten durch die damaligen Einschränkungen, die ich für überzogen hielt, viel Zeit und sie zeigte mir Videos ihrer Heimatstadt. Eine beeindruckende Architektur und tolle Partys schienen die Hafenstadt Odessa zu prägen.

Ich war zuvor nie in der Ukraine, aber was ich sah, beeindruckte mich. Als sie mir irgendwann erzählte, dass sich kaum jemand in Odessa an die Corona-Einschränkungen hält, beschloss ich: Das schaue ich mir an! Vor Ort bestätigte sich der Eindruck aus den Videos, ich war auch von den Ukrainern und ihrem Land schnell begeistert und zu meiner Überraschung fand ich in der Stadt eine große deutsche Community vor. Das machte den Einstieg leicht und ich wollte gerne mehr Zeit in der Ukraine verbringen.

RDA: Sie sagen, Corona war einer der Hauptgründe für die Entscheidung auszuwandern. Wie locker oder streng ist die Ukraine mit der Corona-Pandemie umgegangen?

Philipp: Nicht nur „Corona“ war der Grund. Das Land verfügt auch über viele qualifizierte Arbeitskräfte. Aber zurück zum Thema: Ich habe von meinem ersten Besuch in der Ukraine bis heute viele Städte des Landes besucht. Der Umgang ist unterschiedlich locker oder streng, aber überhaupt nicht vergleichbar mit dem, wie wir es aus Deutschland kennen. In Odessa bestanden im Großen und Ganzen eigentlich nur einzelne Supermärkte darauf, dass man eine Maske zumindest am Kinn oder unterhalb der Nase trägt. Ansonsten spielte diese im Alltag kaum eine Rolle. Wenn Lockdown war, schlossen einige Restaurants, andere zogen nur die Vorhänge zu – wenn man an der Eingangstür klopfte, wurde man hereingelassen, sofern man nicht gerade Polizeibeamter war. Mit dem Beginn des Krieges ist „Corona“ übrigens über Nacht vollends verschwunden. Masken interessieren niemanden mehr – auch nicht die paar Supermärkte.

RDA: Gab es in der Ukraine durch den lockeren Umgang mit Corona eine höhere Sterberate?

Philipp: Vergleichen wir doch die Zahlen von 2000 bis 2020: Im Jahr 2020 hatte die Ukraine die niedrigste Sterberate je 1.000 Einwohner in diesen 20 Jahren. Zu 2021 liegen mir leider noch keine Zahlen vor.

RDA: Die Ukraine hat bis heute eine der geringsten Impfquoten in Europa. Menschen die aus der Ukraine nach Deutschland flüchten wollen sich hier ebenfalls nicht impfen lassen und haben sogar Angst zwangsgeimpft zu werden. Können Sie sich das erklären?

Philipp: Die Ukraine ist ein vergleichsweise armes Land und die Menschen haben traditionell eher wenig Vertrauen in die Regierung. Viele waren skeptisch, warum es auf einmal etwas, in diesem Fall die Impfung, „geschenkt“ gab, denn sonst musste man ja auch immer für alles bezahlen. Ein Ukrainer, mit dem ich letztes Jahr bei einer Flasche Wodka zusammen saß, sagte mir scherzhaft: „Wir brauchen keine Impfung. Wir desinfizieren uns von innen.“ Davon abgesehen ist die Impfquote niedriger als die offiziellen Zahlen es vermuten lassen. Ich habe viele Ukrainer kennengelernt, die ihr Zertifikat beim Doktor gekauft haben und in Wirklichkeit nie gepiekst wurden.

RDA: In der Ukraine gab es ebenfalls den ein oder anderen Lockdown. Die Leute haben sich an die Verbote aber weitestgehend nicht gehalten. Uns erreichten während des Lockdowns Bilder und Videos von vollen Clubs und Diskotheken. In Einkaufszentren verweigerte die Mehrheit der Bürger die Maske trotz Maskenpflicht. Können Sie das so bestätigen?

Philipp: In der Ukraine gibt es kein besonders ausgeprägtes Sozialsystem. Wer nicht arbeitet, der hat kein bzw. kaum Geld zum Leben. Das Arbeitslosengeld liegt umgerechnet bei etwa 80 Euro pro Monat und damit kommt man trotz vergleichsweise niedriger Lebenshaltungskosten auch in der Ukraine nicht weit. Das ist der wirtschaftliche Aspekt, wieso viele Clubs und Diskotheken auch im Lockdown in Odessa geöffnet waren. Eine andere Sache ist die Maske – viele hatten einfach keine Lust darauf. Die Odessiten sind sehr freiheitsliebende Menschen mit einer Neigung zur Disziplinlosigkeit und lassen sich ungern „von Oben“ bevormunden.

RDA: Letztlich haben Sie in der Ukraine auch Ihre Liebe gefunden. Alles schien perfekt. Nun führt Russland jedoch einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Leben unzähliger Ukrainer wurden auf den Kopf gestellt. Wie ergeht es Ihnen und Ihrer Partnerin in der gegenwärtigen Situation?

Philipp H. und seine Lebensgefährtin.

Philipp: Das ist natürlich eine schreckliche Situation – insbesondere für meine Partnerin. Sie ist Vollblutukrainerin und liebt ihr Land wie viele andere auch. Dasha arbeitete für das Büro des Bürgermeisters im derzeit umkämpften Mykolajiw. Parallel steckte sie noch mitten im Jura-Studium. Das alles ist nun erst mal Geschichte. Am 21. Februar flogen wir nach Deutschland. Diese Reise war schon rund einen Monat vorher geplant. Am 24. Februar hat die Russische Föderation ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, hat Dasha viel geweint und sie macht sich bis heute große Sorgen um ihre Mutter und ihre Schwester, die nach wie vor in Mykolajiw sind und ihre Heimat auch nicht verlassen wollen.

Neben dem Besuch in Deutschland hatten wir auch einen Urlaub auf Teneriffa gebucht. An Urlaub und Entspannung war in dieser Situation natürlich nicht zu denken. Ich überlegte, ob ich die Reise storniere, weil ich mir nicht vorstellen konnte, gemütlich in der Sonne zu liegen, während meine Freunde in der Ukraine um ihr Leben bangen. Letztlich entschieden wir uns aber dann doch für die Reise auf die Kanaren, weil es eine gute Möglichkeit war, in der Distanz klare Gedanken zu fassen. Immerhin trage ich ja auch die Verantwortung für ein Büro in der Ukraine und die dort arbeitenden Angestellten. Es waren viele Fragen zu klären. Rückblickend war es die richtige Entscheidung. Wir haben auf Kriegsmodus umgestellt und das Tagesgeschäft läuft inzwischen wieder auf Hochtouren.

RDA: Im Vorgespräch hatten Sie erwähnt, dass Sie aktuell wieder in Odessa sind. Ihre Wahlheimat wurde laut deutschen Medienberichten durch die Russische Armee beschossen und aktuell belagert. Wie gestaltet sich der Alltag in der umkämpften Stadt?

Philipp: Ich bin seit fünf Tagen wieder in Odessa. Wir hatten heute insgesamt sechs Mal Luftalarm. Das ist schon heikel, wenn man wie ich eine Wohnung mit Meerblick in der 15. Etage hat, während der Feind mit 14 Schiffen vom Schwarzen Meer aus um sich schießt. Auch Wohnhäuser wurden bereits von den Russen zerstört. Die Sirenen aus der Stadt höre ich nicht, aber es gibt eine App, die unüberhörbar Alarm schlägt, wenn es zu Luftangriffen kommt. Ich bin normalerweise ein Morgenmuffel und vor 10 Uhr fühle ich mich immer wie ein Zombie: Umso erstaunter bin ich über mich selbst, wie viel Energie ich nun zu jeder Tages- und Nachtzeit habe, wenn es soweit ist und ich in den Luftschutzkeller runter muss. Spätestens dann, wenn du Explosionen hörst, weißt du: Das hier ist kein Videospiel, das ist Realität! Dennoch gab es einige geschäftliche Dinge, um die ich mich in Odessa kümmern musste. Auch die Wohnung habe ich inzwischen gekündigt, da es keinen Sinn macht, in Kriegszeiten viel Miete für einen unsicheren Ort zu bezahlen. Ich werde mich stattdessen besser nach einer zweckmäßigen Kellerwohnung mit dicken Wänden umschauen.

Das Straßenbild von Odessa hat sich natürlich verändert. Es gibt viele Barrikaden und Panzersperren. Soldaten mit Maschinengewehren prägen den Alltag. Die ukrainischen Streitkräfte stehen mit Panzern und Artillerie zur Verteidigung der Stadt bereit. Odessa ist eine Festung geworden und durch zahlreiche Checkpoints abgesichert. Abends sehe ich oft vom Balkon aus, wie die Luftabwehr russische Drohnen beschießt. Es ist schon bitter zu sehen, was der Krieg aus dieser friedlichen und schönen Stadt gemacht hat. Trotzdem habe ich keine Angst, sondern bin einfach nur wütend, wie seitens der Russischen Föderation versucht wird, die Ukraine und ihre Identität auszulöschen.

RDA: Wie stehen Sie zum Ukraine Konflikt. Können Sie das Handeln Russlands verstehen? Die Spannungen zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation halten ja bereits seit einigen Jahren an. Im Osten der Ukraine sollen russischstämmige Bürger diskriminiert und bekämpft worden sein. Wie erleben Sie die langjährige Krise?

Philipp: Der Krieg dauert nun schon über 8 Jahre und im Donbass kontrollieren Warlords die Region. Ich kann aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, dass russischstämmige Bürger in der Ukraine diskriminiert werden oder ähnliches. Dass die ukrainische Sprache Amtssprache ist, ist für mich nachvollziehbar, zumal gerade in einem jungen Land wie der Ukraine die Sprache ein wichtiges Identitätsmerkmal ist. Nichtsdestotrotz sprechen auch viele Menschen, insbesondere in der Süd- und Ostukraine, russisch. Ich habe hier nie Probleme beobachten können. Russen und Ukrainer lebten bisher vielerorts friedlich zusammen. Etliche Leute haben ihre Vorfahren in beiden Ländern. Die ukrainische Gesellschaft war immer vielfältig. Einige sahen die Zukunft des Landes näher bei Europa, andere fühlten sich in der russischen Welt eher Zuhause. Diese Spaltung zeigte sich auch in der Verteilung der Muttersprachen. Im Westen und auf dem Lande überwiegend ukrainisch, in großen Städten und vor allem im Süden und Osten überwiegend russisch.

Im Angesicht des Feindes und nachdem die Invasoren jegliche Maske haben fallen lassen und nunmehr einen Vernichtungskrieg gegen die Zivilbevölkerung betreiben, haben sich all diese Unterschiedlichkeiten in Luft aufgelöst. Heute gibt es in der Ukraine keine pro-russischen und pro-europäischen Haltungen mehr, sondern von West nach Ost sind alle eins: Patrioten im wahrsten und besten Sinne des Wortes. Blenden wir das aber einmal aus: Die Russische Föderation hätte ihre Anschuldigungen in Den Haag offiziell klären lassen können. Das ist für mich ein ganz entscheidender Punkt. Dies wurde nicht mal versucht. Stattdessen werden nun neben militärischer Infrastruktur bekanntlich auch Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Wohnhäuser angegriffen. Die Stadt Mariupol wurde mittlerweile so weit zerstört, dass sie quasi nicht mehr existiert. In Cherson, wo ich erst im Januar zusammen mit meiner Partnerin Wyschywanka (traditionelle ukrainische Kleidung, Anm. d. Red.) einkaufen war, wird nun versucht eine „Volksrepublik“ zu errichten und gegen pro-ukrainische Demonstranten das Feuer eröffnet. In der Nähe von Kiew wurde unlängst ein Zivilist, der mit erhobenen Händen vor seinem Auto stand, kaltblütig erschossen.

Ich fühle mich an die Rote Armee erinnert, unter der wir Deutschen im Zweiten Weltkrieg und danach viel gelitten haben. Es gibt schon jetzt viel zu viele Beispiele für Kriegsverbrechen, die durch nichts zu entschuldigen sind, zumal es wie bereits gesagt andere Wege gegeben hätte, den Konflikt unabhängig klären zu lassen. Was wir jetzt sehen, ist eine feige und von langer Hand geplante Invasion. Auch die ganzen russischen Saboteure im Land kamen nicht über Nacht, sondern wurden schon teilweise Monate vorher in die Ukraine geschleust. Die Militärübung der Russen war keine Militärübung. Die Aussagen russischer Politiker, die Ukraine nicht angreifen zu wollen, waren Lügen. Eines ist klar: Das Einzige, was Ukrainer und Russen nach diesem Krieg noch gemein haben werden, ist ihre Grenze.

RDA: Wie sollte sich Ihrer Meinung nach Deutschland in dem Konflikt verhalten?

Philipp: Es fällt mir schwer auf diese Frage zu antworten, da ich mich grundsätzlich nicht mit „unserer“ Bundesregierung identifizieren kann. Davon abgesehen wurde die Bundeswehr in den letzten Jahren kontinuierlich kaputt gespart. Die Frage ist überhaupt: Was KANN Deutschland machen? Militärisch nicht viel. Die wirtschaftlichen Sanktionen finde ich gut – mir gehen sie aber noch nicht weit genug. Wir sollten nicht nur einzelne russische Banken, sondern alle russischen Banken auf die Sanktionsliste setzen. Es wird sonst jetzt nur unnötig Zeit verloren, in der russische Oligarchen und andere ihr Geld in Sicherheit bringen können.

Die Bundesregierung handelt viel zu zögerlich: Flugverbotszone, Sanktionen, und am wichtigsten: Waffenlieferungen. Überall wird verzögert und verschleppt, was letztlich einer unterlassenen Hilfeleistung gleichkommt. Das werden die Ukrainer nicht vergessen. Putin hat sich jedenfalls verkalkuliert und steht massiv unter Druck. Der „Blitzkrieg“ läuft nicht, seine Truppen haben nicht genug Nachschub mit Nahrung, Treibstoff und Munition. Der ukrainische Widerstand ist massiv – statt mit Blumen, werden die Besatzer mit Benzinbomben und Maschinengewehren empfangen. Hochrangige russische Militärs und Geheimdienst-Mitarbeiter wurden bereits entlassen, unter Hausarrest gestellt oder gar verhaftet. Putin wird nervös und das ist gut so.

RDA: In Deutschland möchten viele Menschen den Betroffenen des Konflikts helfen. Wenn sich Leute an Sie wenden: Welche Art und Weise der Unterstützung halten Sie für am sinnvollsten bzw. was wird wirklich vor Ort benötigt? 

Philipp: Es mangelt an Medikamenten, Verbandsmaterial, Babynahrung und vielem mehr. Oder hätten Sie zum Beispiel gedacht, dass Erwachsenenwindeln gebraucht werden? Viele Leute sind geflohen und die Alten bleiben nun alleine zurück. Dinge, von denen wir glauben, dass sie gebraucht werden, werden in Wirklichkeit oft (noch) nicht gebraucht. Wir sollten nicht die Lager in der Ukraine verstopfen, sondern anliefern, was notwendig ist. Ich arbeite mit einer bekannten Hilfsorganisation in Odessa zusammen und habe eine Liste, was benötigt wird.

Noch besser als Sachspenden sind Geldspenden, damit wir in Deutschland mit Rabatt gezielt einkaufen können. Laster für den Transport stehen bereits zur Verfügung. Wer helfen will, soll nicht wahllos Sachspenden losschicken. Am besten kontaktiert man eine seriöse Hilfsorganisation, bei der man weiß, dass die Hilfe auch wirklich vor Ort ankommt. Diese wissen dann genau welche Sachspenden aktuell gebraucht werden und können mit Geldspenden gezielt das kaufen, was wirklich benötigt wird.

RDA: Das wäre es dann erst einmal mit unseren Fragen. Wir bedanken uns vielmals für Ihre Zeit und das ausführliche Interview und wünschen Ihnen beiden alles Gute für die Zukunft. Wir hoffen, dass der Krieg schnellstmöglich endet und die Menschen in der Ukraine zur Normalität zurückkehren können. Die letzten Worte zum Abschluss möchten wir Ihnen überlassen.

Philipp: Die berühmten letzten Worte: Ich widme sie den Leuten, die Verständnis für Putins Krieg gegen die Ukraine haben. Manche, die verärgert über die Politik in unserem Land sind, wünschen sich gar von Russland „befreit“ zu werden. Ich halte dies für nicht erstrebenswert. Was haben wir von Russland zu erwarten? Die Vorstellung ist naiv. Ich bin weder ein Freund des Kremls, noch der NATO. Ich wünsche uns und der Ukraine Souveränität. Denkt an die vielen unschuldigen Menschen, die jetzt unter dem Terror Russlands leiden. Ich habe die Folgen der Raketen und das Leid vor Ort miterlebt. Es ist fürchterlich. Ich würde auch nicht sagen, Putin darf bei Euch Raketen ins Wohnzimmer schießen, weil er mit Bundeskanzler Olaf Scholz im Clinch liegt. Es gab und gibt in dieser Auseinandersetzung andere Wege, die Dinge zu lösen.

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Ein Gedanke zu „Interview: Der Krieg kann uns nicht trennen“

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