Ab dem 21. Juni soll es losgehen: Babys sollen in der USA gegen das Corona-Virus geimpft werden. Bis zu drei Impfungen werden empfohlen, bei einem prognostizierten Schutz von 37-51 %. Zieht die EU nach? 

Nun sind auch die Kleinsten und Schwächsten der Gesellschaft an der Reihe. Ab kommendem Dienstag sollen Babys ab sechs Monaten in den USA die Corona-Impfung erhalten können. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA sowie die Gesundheitsbehörde CDC hatte sich diese Woche in einer Gremiumssitzung dafür ausgesprochen. Moderna und Biontech haben aufgerüstet und möchten bis zu 18 Millionen Babys und Kleinkindern zwei bis drei Impfdosen verabreichen lassen.

Der US-Präsident Joe Biden reagierte positiv auf die Entscheidung und sieht hierbei einen “riesigen Schritt nach vorne im Kampf gegen das Corona Virus”. Schon kommende Woche sollen Eltern beginnen, Impftermine für Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren zu vereinbaren.

Die Impfung durch den Impfstoff von Biontech wird in drei Dosen an Kleinkinder ab zwei Jahren verabreicht. Kinder unter zwei Jahren sollen zwei Mal geimpft werden. Der Impfstoff von Moderna wird etwas höher dosiert und soll zweifach geimpft werden. Der zu erwartende Schutz liegt bei 2-5 jährigen Kleinkindern bei 37 %, bei Kindern unter zwei Jahren bei 51 %. Bisher war der Impfstoff von Moderna in den Vereinigten Staaten nur für Erwachsene ab 18 Jahren zulässig, der von Biontech und Pfizer für Kinder ab sechs Jahren. 

Aktuell gibt es in der EU für Kinder unter fünf Jahren noch keine Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung. Jedoch prüft die europäische Arzneimittelbehörde EMA derzeit eine Zulassung des Herstellers Moderna für Kleinkinder. 

Die Stiko geht davon aus, dass bis nahezu 100 % aller Kinder Kontakt mit dem Corona-Virus hatten und diese sich dadurch selbst immunisiert haben. Das die Sinnhaftigkeit der Impfung von Babys und Kleinkindern schon allein aufgrund dieser Tatsache nicht hinterfragt wird, wirft starke Zweifel.

Wenn man die Corona-Politik der letzten beiden Jahre betrachtet, wird es vermutlich nur eine Frage der Zeit sein, bis auch in Deutschland Werbung dafür getrieben wird, Babys gegen das Corona-Virus zu impfen. Schon seit Februar impften einige Ärzte entgegen der Empfehlung der Stiko Babys und Kleinkinder ab sechs Monaten.  

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