Private Daten von Arbeitnehmern wurden bisher gesetzlich geschützt. Schon morgen soll ein neues Gesetz verabschiedet werden, welches für nicht geimpfte Menschen in Deutschland unangenehm werden könnte.

Die Arbeitnehmer in Deutschland haben, bislang gesetzlich geregelt, einen maximalen Schutz auf Privatsphäre. So dürfen die Arbeitgeber weder Hobbys, politische Zugehörigkeit, Religion oder Krankheiten erfragen. Das alles sind Teile der Privatsphäre. Diese sollten wenn überhaupt freiwillig mitgeteilt werden. So war es bislang.

Selbst wenn ein Arbeitnehmer erkrankte, hat er nach Paragraph 3 des Entgeltfortzahlungsgesetz das Recht über den Grund seiner Krankheit zu schweigen. Er muss lediglich bei einem Arbeitsausfall informieren, jedoch nicht die Gründe erörtern. Deshalb stehen auf dem Krankenschein für den Arbeitgeber keine Symptome oder Krankheitsbilder geschrieben. 

Doch wie so oft wird Corona auch dies verändern. Denn bereits am morgigen Dienstag soll ein neues Gesetz verabschiedet werden: die Auskunftspflicht über den Corona Impfstatus. 

Die CDU hat sich geeinigt, dass Arbeitgeber von sensiblen Berufsgruppen ein Auskunftsrecht bzgl. des Impfstatus erhalten sollen. Kanzlerkandidat Armin Laschet von der CDU sagte hierzu beim Wahlcheck der Heilbronner Stimme: “Der Arbeitgeber muss wissen wer im Betrieb geimpft ist, um Schutzmaßnahmen zu ergreifen zu können”.

Wohin dies möglicherweise führt kann man sich im Hinblick auf die bisherigen Gesetze denken. Und auch die “unsensiblen” Berufsgruppen werden früher oder später dieses Recht zugesprochen bekommen.  Vielleicht werden ungeimpfte Arbeitnehmer bei steigenden Inzidenzwerten Zuhause bleiben müssen ? Erlischt dann im schlimmsten Fall der Anspruch auf Lohnfortzahlung? Die nächsten Wochen werden uns auch diese Fragen beantworten.

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