Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte vor den Wahlen eine Impfpflicht strikt ab. Nach der Wahl dann die 180 Grad Wendung. Im November verkündete er die Impfpflicht kommt spätestens im März. Der Termin ist definitiv nicht haltbar, das Inkrafttreten wackelt mittlerweile ebenfalls.

Der Start der allgemeinen Impfpflicht, die laut Kanzler Scholz spätestens ab März gelten sollte, muss definitiv verschoben werden. Zudem mehren sich die Stimmen gegen eine allgemeine Pflicht aus verschiedenen Parteien und Organisationen.

Aller Voraussicht nach, wird sich der Bundestag am 26. oder 27. Januar zum ersten Mal mit der Impfpflicht befassen. Allerdings nicht in Abstimmungen, sondern zuerst mit einer so genannten Orientierungsdebatte. Gegner und Befürworter dürfen hierbei ihre Argumente vortragen. Aufgrund des Karnevals, ist im Februar nur eine Sitzungswoche geplant, was eine mögliche Entscheidung weiter in die Zukunft rückt.

Nach einer Zustimmung des Bundestages müsste auch der Bundesrat zustimmen. Dieser tagt allerdings erst wieder am 8. April 2022. Vorher kann es also überhaupt keine finale Entscheidung geben.

Außerdem gibt es aktuell immer mehr Kritiker, die sich aufgrund der aktuellen Entwicklung gegen eine allgemeine Impfpflicht positionieren. Darunter der Vorsitzende der STIKO, Thomas Mertens, der befürchtet, dass eine Impfpflicht zu einer “noch stärkeren Polarisierung” führen würde. Der Top Virologe Klaus Stöhr ist ebenfalls gegen die Impfpflicht. Die FDP Fraktion um Wolfgang Kubicki hat bereits einen Antrag gegen die Impfpflicht gestellt und sich damit aussagekräftig positioniert. Bei der Abstimmung ist die Fraktionsgebundenheit aufgehoben, jeder Abgeordnete stimmt für sich persönlich ab.

Die vermeintlich schlechte Wirksamkeit der Impfstoffe und die neue, sich rasch ausbreitende, aber wesentlich milder verlaufende Omikron Variante, lassen mittlerweile Zweifel an der Wirksamkeit einer Impfpflicht aufkommen. In regelmäßigen, immer kürzer werdenden Abständen müsste immer wieder aufgefrischt werden. Aktuell wird empfohlen, sich bereits nach drei Monaten zu “boostern”. Für den Fall, dass eine neue Variante auftauchen sollte, müsste der Impfstoff angepasst und die Impfung ebenfalls aufgefrischt werden.

Ein solcher Zustand wird von vielen als “Impf-Abo” bezeichnet und strikt abgelehnt. Es hat mit einer klassischen Impfung nichts zu tun. Langzeitfolgen für den Organismus, der dann in jedem Quartal einer Impfung ausgesetzt werden müsste, sind auch nicht absehbar. Bereits eine doppelte, aber auch schon eine einfache Impfung haben teils schwerwiegende Folgen für einzelne Menschen gehabt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.