Eine deutliche Mehrheit hat im Bundestag soeben die Impfpflicht für bestimmte Berufszweige abgesegnet. Bis zum 15.03.2022 müssen sich Menschen infizieren oder impfen lassen, um in entsprechenden Berufen weiter arbeiten zu dürfen. Unzählige gesunde Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten, werden ihrem Arbeitgeber den Rücken kehren müssen.

Im Bundestag haben sich von den insgesamt 689 stimmberechtigten Abgeordneten 571 für eine Impfpflicht ausgesprochen. 80 Abgeordnete hatten dagegen gestimmt, 38 enthielten sich. 

Brisantes Detail: die AfD hatte 83 Stimmberechtigte. Das bedeutet, dass nicht einmal die gesamte AfD gegen die Impfpflicht gestimmt hatte. Da auch von der Partei DIE LINKE und wenigen einzelnen Abgeordneten mit einer Nein-Stimme zu rechnen war, liegt der Anteil an Enthaltungen oder Ja-Stimmen seitens der AfD sogar noch höher als zunächst anzunehmen.

Beschäftigte in Pflegeheimen, Arztpraxen oder Kliniken müssen bis zum 15.03.2022 einen Nachweis erbringen, dass sie geimpft oder genesen sind. Es wird befürchtet, dass abertausende Ungeimpfte aus den Pflegeberufen und medizinischen Einrichtungen ausscheiden werden. Außerdem werden angehende Auszubildende oder potenzielle Quereinsteiger den Berufen fernbleiben, weshalb sich der Fachkräftemangel im Pflege- und Gesundheitsbereich deutlich verschärfen wird. 

Lediglich der Bundesrat muss das Gesetz noch billigen. Dies ist jedoch nur Formsache. Ist das der erste Schritt zur totalen Impfpflicht

Aktualisierung 13:45 Uhr: der Bundesrat gibt grünes Licht für die Teil-Impfpflicht.

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