Teils fahren impffanatische Eltern ihre Kleinsten mehrere 100 Kilometer weit zu Ärzten, die auch Babys und Kleinkinder ab 6 Monaten impfen. Dies machen die Ärzte entgegen der Empfehlung der Stiko und ohne Zulassung. Wer haftet bei Impfschäden?

Mehr als 40.000 Kinder unter 5 Jahren sind in Deutschland “Off-Label-Us” geimpft. “Off-Label-Us” bedeutet, dass der Impfstoff nicht bestimmungsgemäß verwendet wird. Mehrere Ärzte impfen seit einiger Zeit Corona-Impfstoffe an 0-5 jährige Kinder. Eine Zulassung der Impfstoffe für Kleinkinder gibt es nicht, die Stiko hat ebenfalls keine Empfehlung hierfür ausgesprochen. Die Ärzte handeln somit auf eigene Faust. Sie schätzen die Folgen einer Corona-Infektion und derer Spätfolgen größer ein, als mögliche Impfnebenwirkungen. 

Mehrere Kinderärzte sind empört und halten Impfungen von Kleinkindern für völlig nutzlos, da die Kinder in diesem Alter eine sehr geringe Krankheitslast aufweisen. Biontech hingegen plant in der USA die Zulassung eines Impfstoffes für Babys und Kleinkinder. 

Die Haftungsfrage für Impfschäden ist bei unter 5-Jährigen aktuell ungeklärt. Ärzte haften möglicherweise bei mangelhafter Aufklärung und falscher Dosierung. Da sich die Impfstoffhersteller aus jeglichen Haftungsthemen herausnehmen, haftet vermutlich in den meisten Fällen der Staat. 

Wie die Bild gestern berichtete, ist eine Frau aus Bayern für die Impfung ihres dreijährigen Sohnes 500 km weit gefahren. 

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