Nach den Wahlen in Frankreich stehen zwei Sieger fest. Der aktuelle Amtsinhaber Emanuel Macron und die Chefin des Rassemblement National Marine Le Pen. Beide müssen am 24. April nun in einer Stichwahl antreten. Die Republikaner und die Sozialsten sind als Volksparteien in Frankreich Geschichte.

Innerhalb weniger Wochen konnte die Chefin des Rassemblement National, Marine LePen in den Umfragen stark zulegen. Sogar so stark, dass man sich in der heutigen, ersten Wahl teilweise den Spitzenplatz ausrechnete. Ganz so viele Stimmen waren es in diesem Wahlgang dann doch nicht. Trotzdem sind die rechts-konservativen auf einem starken zweiten Platz gelandet.

Weit abgeschlagen sind die Republikaner und die Sozialisten. Ersten Hochrechnungen zufolge kommen die Republikaner auf knapp fünf Prozent, die Sozialisten sogar nur auf knapp zwei Prozent. sie spielen bei diesen Wahlen gerade so eine Nebenrolle. Der Rechtsaußen Eric Zemmour konnte knapp sieben Prozent der Wähler überzeugen.

Nun haben wir in der Stichwahl die Neuauflage der Präsidentschaftswahlen von 2017. Auch hier traten Macron und Le Pen in der zweiten Wahlrunde gegeneinander an. Le Pen verlor damals deutlich, Umfragen sagen aktuell allerdings ein knappes Ergebnis vorher.

Wenn man bedenkt, wie rasant die Aufholjagd der letzten Wochen war, ist in den nächsten 14 Tagen noch viel aufzuholen. Während viele Franzosen mit der Politik von Macron unzufrieden sind, steht die Politik von Le Pen für eine wirkliche Zeitenwende in Frankreich. Mit ihr als Präsidentin würden erhebliche Änderungen einkehren. Vor allem in der Einwanderungs- und der Europapolitik. Im Falle ihrer Wahl steht bereits der so genannte “Frexit”, also der Austritt Frankreichs aus der EU, auf dem Plan. Dieser Austritt würde die Staatengemeinschaft so erschüttern, dass sogar von ihrem Untergang spekuliert wird. Europa müsste politisch völlig neu geordnet werden.

Le Pen wird auch als Politikerin eingeschätzt, die eine gewisse Nähe zum russischen Oberhaupt Putin pflegt. Auch dieser Umstand hat ihr bei den Wahlen keine Stimmverluste beschert. Sollte sie Präsidentin werden ist die Entwicklung hier natürlich auch genaustens zu beobachten.

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