Seit dem Abzug der militärischen Truppen aus Afghanistan werden täglich etliche Menschen aus Kabul mit Flugzeugen ausgeflogen. In der Pfalz in Ramstein sind mittlerweile über 7000 Menschen eingetroffen, bis zu 10.000 Plätze seien “vorhanden”, doch keiner weiß wie viele noch folgen werden.

Da der Platz mittlerweile knapp wird sollen einige bald in Kaiserslautern auf dem amerikanischen Gelände untergebracht werden. Wohin die Reise für die Geflüchteten gehen wird bleibt zunächst offen. 

Auf dem virtuellen G7 Gipfel wurde von den Ländern eine Verlängerung der Evakuierung vorgeschlagen welche jedoch von Joe Biden mit dem Verweis auf mögliche Anschläge durch die Organisation “Islamischer Staat” abgelehnt wurde. Die UN wollen allerdings ihre internationale Unterstützung weiter fortsetzen.

Entsprechend hat auch Deutschland bereits weitere Möglichkeiten eingerichtet, um Geflüchtete aufzunehmen. Insbesondere für ehemalige Ortskräfte wurden die formellen Hürden gesenkt. Was dies im Detail bedeutet bleibt auch hier offen, denn etliche ehemalige Mitarbeiter hätten ihre Papiere bereits verbrannt und so sei kaum nachvollziehbar wer im Zeitraum zwischen 2013 und 2021 als Ortskraft tätig gewesen ist.

In Deutschland wird der Abzug aus Afghanistan von der CDU / CSU stark kritisiert und entsprechend die Linie gefahren, dass westliche Unterstützer und Befürworter auch Schutz im Westen geboten werden sollte. 

So äußerte sich Markus Söder: “Es ist einfach ein Fehler gewesen, ich kann es nicht anders sagen”. Was derzeit in Afghanistan passiere, sei beschämend, und es sei die Pflicht des Westen, alle Menschen aus dem Land zu holen, die sich in den vergangenen Jahren zu den westlichen Werten bekannt hätten. Dies gelte ausdrücklich auch für alle afghanischen Ortskräfte. “Das ist eine moralische Verpflichtung”, betonte er. 

Es ist demnach davon auszugehen, dass etliche der in Ramstein angekommenen Flüchtlinge auch zukünftig in Deutschland bleiben werden. Somit könnte Deutschland unter anderem auch Angriffsziel der Taliban werden, welche bereits jetzt mit Konsequenzen drohen, sollte die Rettungsflugbrücke bis Ende August nicht beendet werden.

Ein Gedanke zu „Flüchtlingsdebatte – Deutschland öffnet weiter seine Grenzen für afghanische Flüchtlinge“

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