Am Montag fanden bundesweit wieder hunderte Demonstrationen und Spaziergänge gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung statt. Laut dem ZDF Morgenmagazin haben sich “lediglich” 35.000 Bürger an diesen Protesten beteiligt. Diese Zahl wird laut Landesinnenminister Strobl allein schon in Baden-Württemberg mit 50.000 Demonstrierenden übertroffen. Selbst die Berliner Zeitung spricht von mehr als 100.000 Menschen, die am Montag auf der Straße waren.

Die öffentlich-rechtlichen Sender blamieren sich durch ihre Fake-News immer extremer. Im ZDF-Morgenmagazin wurde gestern von 35.000 Bürgern im gesamten Bundesgebiet gesprochen, die sich an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen beteiligt haben sollen. Die Folge: Unter anderem in sozialen Netzwerken wird in den Kommentarspalten immer häufiger von einer nicht ernstzunehmenden “Minderheit” gesprochen. So möchte man die Montagsproteste und allgemeine Unzufriedenheit in der Bevölkerung klein reden.

Berliner Zeitung: “Das wären deutlich mehr als bisher angenommen”

Die genannte Zahl von 35.000 hatte der Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) gestern direkt relativiert. Allein in Baden-Württemberg sollen sich laut Strobl 50.000 Menschen an den Corona-Protesten beteiligt haben. Insgesamt 2.500 Polizisten waren bei über 170 angemeldeten Demonstrationen und sogenannten “Spaziergängen” am vergangenen Montag in Baden-Württemberg im Einsatz.

Auch in Pforzheim schummelt die Presse die Zahl herunter

In Pforzheim wird in einer regionalen Zeitung von 1.200 Demonstranten gesprochen. Der Hintergrund wird folgender sein: in der Vorwoche wurde offiziell von 1.500 Demonstranten gesprochen. Die vorgegaukelte Zahl von 1.200 Demonstranten soll den Bürgern ein abklingen der Proteste signalisieren. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Bis zu 4.000 Menschen hatten sich am Montag an den Protesten angeschlossen. Innerhalb der letzten drei Veranstaltungen haben sich die Teilnehmerzahlen in Pforzheim jeweils mehr als verdoppelt (20.12.2021 ca. 500 Menschen, 27.12.2021 ca. 1.500 Menschen, 03.01.2022 ca. 3.500-4.000 Menschen).

Auch die Berliner Zeitung schreibt mittlerweile von über 100.000 Bürgern, die sich an den Protesten beteiligt haben.

In Sachsen dürften insgesamt ca. 35.000 Menschen auf die Straße gegangen sein, in Thüringen 17.000 Menschen und in Mecklenburg-Vorpommern ca. 12.000 Menschen.

In Berlin zogen etwa 3.000 Demonstranten vor das ZDF-Hauptstadtstudio. In Nürnberg kamen 4.200 Menschen zusammen, in Neubrandenburg 1.200.

Schon alleine an diesen wenigen Beispielen wird deutlich, dass selbst die angegebene Zahl der Berliner Zeitung von 100.000 bei weitem Überschritten wird. Realistisch gesehen ist von deutlich über 150.000 Demonstranten im gesamten Bundesgebiet auszugehen – Tendenz steigend.

In einer durch Deutschland Aktuell durchgeführten Umfrage, halten 88 % der Leser die Zahl von 35.000 Demonstranten und Spaziergängern für zu gering. Sechs Prozent der Befragten hatten sich enthalten und lediglich fünf Prozent hatten die Zahl für realistisch angesehen. Ein Prozent meinte die Zahl könnte sogar geringer gewesen sein.

Die Proteste verliefen zum überwiegenden Großteil friedlich. Lediglich in einzelnen Städten ist die Staatsgewalt mit Demonstranten oder Spaziergängern aneinandergeraten. Diese einzelnen Zwischenfälle, ganz gleich ob sie von der Polizei oder den Demonstranten ausgingen, werden medial in den Fokus gerückt. Dass sich 99,9 % der Protestbewegung friedlich verhält, nehmen nur diejenigen wahr, die sich ihr eigenes Bild machen oder sich zumindest auch alternativ informieren.

Wenn die vermeintliche Minderheit bemerkt, wie viele sie wirklich sind, könnte es für die Politiker in diesem Land zunehmend ungemütlicher werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.