Immer mehr Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt. Auch im Jahr 2021 setzte sich dieser negative Trend weiter fort. Betriebe suchen händeringend nach Nachwuchs. 63.000 Stellen konnten im letzten Jahr dadurch nicht besetzt werden.

Damit wurden knapp 12 Prozent der Ausbildungsplätze nicht besetzt. Für die Betriebe eine absolute Katastrophe. In sämtlichen Bereichen fehlt es mittlerweile an Fachkräften. Gerade das Handwerk klagt über den fehlenden Nachwuchs, aber auch Berufsgruppen wie Pfleger und Friseure.

Doch der wahre Anteil an unbesetzten Stellen dürfte noch weit höher liegen: “Werden aber auch diejenigen Stellen betrachtet, die aus vielfältigen Gründen nicht bei den Arbeitsagenturen gemeldet werden, liegt dieser Anteil deutlich höher bei knapp 40 Prozent“, so heißt es in einem Bericht des “Instituts der deutschen Wirtschaft”.

Beim Handwerk ist es bereits jetzt zu beobachten, dass auf quasi jedem Firmenfahrzeug “Kollegen gesucht” werden. Überall flackert dieser Schriftzug. Trotz anhaltend hoher Preise für Baumaterial haben die Firmen volle Auftragsbücher. Aufträge, die sie allerdings aktuell nicht abarbeiten können, da ihnen das Personal fehlt. Oftmals muss man Monate warten, bis man einen Handwerker findet. Und die Situation verschlimmert sich von Jahr zu Jahr weiter.

Der demographische Wandel schlägt mittlerweile voll in die deutsche Wirtschaft ein. Bereits vor Jahrzehnten warnten Experten vor genau solch einer Entwicklung. Die Politik reagierte wie immer nicht und das Schreckensszenario ist mittlerweile Realität geworden. Im Zusammenspiel ergeben demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Corona Maßnahmen und die Folgen des Ukraine Kriegs eine Mischung, die die deutsche Wirtschaft extrem gefährdet. Der Wohlstand, der über Jahrzehnte aufgebaut wurde, droht aktuell aufˋs Spiel gesetzt zu werden. Und die Politik befeuert diesen Prozess aktuell sogar noch.

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