Die Anträge auf Privatinsolvenzen in Deutschland sind im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Die Wirtschaftsauskunftei CRIF registrierte im vergangenen Jahr 11.016 Anträge allein in Baden-Württemberg, 99,7 % mehr als im Jahr 2020. Deutschlandweit waren es 109.031 Anträge und somit laut CRIF 93,6 % mehr als noch 2020.

Die meisten Betroffenen sind durch die Pandemie in die Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit geraten. Durch das Wegfallen voller Gehälter, konnten viele ihre Basisausgaben nicht mehr abdecken. Ersparnisse und privat geliehene Gelder waren schnell aufgebraucht, zusätzlich steigende Energie- und Mietkosten verschärfen die Situation zunehmend.

CRIF Geschäftsführer Frank Schlein sagte: “Daher gehen wir auch 2022 von weiter hohen Privatinsolvenzzahlen aus“. CRIF befürchtet bis zu 110.000 weitere Privatinsolvenzen. 2021 wurde ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, nach welchem die Restschuld bereits nach drei Jahren erlassen wird, statt wie bisher erst nach sechs Jahren. Schlein weiter: “Die Betroffenen wollten die angekündigte Reduzierung der Laufzeit des Verfahrens von sechs auf drei Jahre nutzen und stellten den Antrag folglich erst im Jahr 2021“.

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zeigen erste deutliche Spuren. Weiter vermutet die CRIF, dass es ohne milliardenschwere Hilfspakete des Staates wahrscheinlich noch mehr Privatinsolvenzen gegeben hätte. Die fortlaufende Zerstörung der Wirtschaft und vieler Existenzen muss endlich ein Ende finden, besonders mit Blick auf immer neuere Erkenntnisse, welche den Corona-Maßnahmen jede Legitimation nehmen.

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