Mit der angepriesenen Energiepauschale erhalten einkommenssteuerpflichtige Bürger in Deutschland eine einmalige Entlastung. Rentner gehen bei dem Entlastungspaket nahezu leer aus.

Das Entlastungspaket 2022, welches die Ampel-Koalition aufgrund der massiv angestiegenen Energiekosten beschlossen hatte, umfasst unter anderem einen Tankrabatt, eine Energiepauschale von 300 Euro für Einkommensteuerpflichtige oder auch einen Zuschuss von 100 € für Hartz 4 Empfänger.

Rentner gehen leer aus

Um die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro (vor Steuern) zu erhalten, müssen gewisse Voraussetzungen gegeben sein. Darunter fällt, dass die Energiepauschale nur einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige erhalten, die in die Steuerklasse 1-5 eingruppiert sind. Das bedeutet, dass Rentnern ohne Nebenjob die Energiepauschale verwehrt bleibt. Auch für geringverdienende Minijobber wird es eng, da die Energiepauschale erst ab 9984 € jährlichen Gesamtverdienst ausbezahlt wird. Erst ab diesem Betrag unterliegt das Einkommen der Einkommensteuer. Was viele Steuerzahler nicht auf dem Schirm haben: die Energiepauschale von 300 € muss versteuert werden. Wer ein mittleres oder höheres Einkommen hat, bekommt somit am Ende deutlich weniger heraus. Somit entpuppt sich die Energiepauschale als reine Mogelpackung.

Rentner sind von den steigenden Energiepreisen meist noch härter betroffen als Einkommenspflichtige

Die Bundesregierung lässt hämisch verlauten: Rentner profitieren von einer Erhöhung der Rente von 5 %, dem Tankrabatt oder auch dem ÖPNV Ticket für 9 €. Bei einer Inflationsrate von 7,3 % ein Tropfen auf den heißen Stein.

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