Nun also doch. Der Milliardär und Tesla Gründer Elon Musk kauft den Kurznachrichtendienst Twitter. Bereits vor kurzem machte Musk auf sich aufmerksam als er verkündete, dass er still und heimlich über Wochen knapp 9 Prozent der Firma bereits über Aktien gekauft hatte. Was bedeutet die Übernahme nun für Twitter?

Anfang April ließ Musk verkünden, dass er über einen Zeitraum von wenigen Wochen knapp 9,2 Prozent von Twitter erworben hatte. Seine bloße Ankündigung, eventuell noch mehr Anteile an der Firma zu kaufen oder sie vielleicht sogar komplett zu übernehmen ließ den Kurs um über 20 Prozent steigen. Viele hielten die Übernahmephantasien daher für eine eventuelle Finte. Immer wieder sorgen kurze Ankündigungen von Musk in den sozialen Medien für rapide Sprünge an den Finanzmärkten. Doch gestern kam nun die Meldung, dass er mit seinen Vorhaben ernst macht.

Für 44 Milliarden Dollar kauft Elon Musk nun Twitter auf. Was aus dem Kurznachrichtendienst dann wird ist aktuell noch völlig offen. Musk selbst gab an, dass er ein Kämpfer für die Meinungsfreiheit wäre. Auf Twitter würde diese stellenweise eingeschränkt werden, das will der Milliardär in Zukunft ändern. Am Montag verkündete er: “Ich hoffe, dass auch meine schärfsten Kritiker auf Twitter bleiben. Denn das ist es, was Meinungsfreiheit bedeutet.“

Bereits die Ankündigung dürfte bei vielen Protagonisten, die lieber Zensur statt Meinungsfreiheit fördern, für Schnappatmung sorgen. Bislang war Twitter noch eine Plattform, die moderater war was die Zensur betraf. Strafbare Inhalte wurden natürlich gelöscht, eine Einschränkung der Meinungsfreiheit wurde allerdings nicht so latent betrieben als z.B. beim Wettbewerber Meta und seinen Plattformen Facebook und Instagram.

Vor den US Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 machte Twitter jedoch auf sich aufmerksam als das Benutzerkonto vom damaligen US Präsidenten Donald Trump über Nacht einfach gelöscht wurde. Trump hatte Millionen Follower und kündigte viele Maßnahmen und Entscheidungen über die Plattform an. Seine gelesenen Tweets gehen in die Milliarden.

Ob der ehemalige US-Präsident nun auf Twitter ein Comeback erleben darf ist zwar noch nicht bekannt, es wäre bei all den Äußerungen über Meinungsfreiheit nicht mehr als einfach nur konsequent.

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