Die jüngsten Entwicklungen in der Agrarwirtschaft, maßgeblich beeinflusst durch den Russland-Ukraine Konflikt und die damit verbundenen Sanktionen, treffen die deutsche und die europäische Landwirtschaft hart: Die Versorgung mit Futtermitteln für Tiere wird bereits in diesem Sommer knapp werden.

Deutschland Aktuell berichtete bereits über die drohenden Versorgungsengpässe mit Getreide und Getreideprodukten in Deutschland und Europa, in dessen Zuge bereits erste öffentliche Forderungen seitens Ministerin Svenja Schulze aufkamen, persönliche Essgewohnheiten der aktuellen Versorgungslage anzupassen.

Die nächsten Versorgungsengpässe drohen bei Milch- und Eierprodukten. Dies liegt einerseits an den eingeschränkten Lieferungen, aber auch an den explodierenden Preisen.

Es herrscht teilweise blanke Existenzangst bei unseren Landwirten. Die Preise für Futtermittel haben sich in kürzester Zeit mehr als verdoppelt. Gentechnikfreies Soja ist kaum noch zu bekommen. Viele Halter können deshalb nicht mehr neu einstallen, beschreibt Henner Schönecke, Vorsitzender des Bundesverband Ei e.V. (BVEi) den derzeitigen Zustand in der Agrarheute.

Doch nicht nur der deutsche Eierverband warnt vor einer Versorgungsknappheit mit deutschen Eiern, dieselben Probleme greifen auch in der Haltung der Schlachttiere und Milchkühe. Auch hier wird die Versorgung des Viehs mit gentechnikfreiem Futter schwierig, sodass einige Bauern bereits von ihren Grundsätzen abweichen mussten. Die explodierenden Kosten wurden am heutigen Tag in den Supermärkten deutlich spürbar: Bis zu 50 % Preiserhöhung in den meisten Märkten auf Fleisch- und Milchprodukte. Aktuell gibt es noch genügend Produkte auf dem Markt, doch dies könnte sich ab dem kommenden Sommer bereits ändern, wenn die fehlende Einstallung in der Lieferung spürbar wird.

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