Seit über zwanzig Jahren kämpften 150.000 Soldaten aus Deutschland und etliche weitere aus aller Welt, am Hindukusch in einem fragwürdigen Einsatz gegen die Taliban. Ein Krieg der vor den Kulissen als Krieg für die Freiheit deklariert wurde. Insgesamt hat uns diese Aktion 59 deutsche Soldatenleben gekostet und knapp 12 Milliarden Euro.

Bürgerkriege, Einsätze, Bomben und Tote standen sowohl vor dem zwanzigjährigen Einsatz, als auch währendessen an der Tagesordnung. Die meisten gehen davon aus, dass auch nach dem Abzug die Bürgerkriege ganz genauso weiter geführt werden. Viele Diskussionen gab es wem und wozu dieses Aufgebot überhaupt dienen soll. Die Veränderung liegt bei nahezu null.

Es wurde auf keiner Seite irgendeine Verbesserung erreicht, im Gegenteil : viele Tote, Hass und Hunger. Kein Wunder, dass man bei der Rückkehr der letzten 264 Soldaten keinen Politiker in Wunstorf gesehen hatte. Weder Frau Merkel noch die Verteidingsministerin oder andere Parlamentarier waren anwesend. Ein trauriger “Empfang”, wenn man bedenkt, dass sie dort jeden Tag ihr Leben hätten verlieren können. Aber welcher Politiker möchte schon gerne mit einer Niederlage in Verbindung gebracht werden.

Am Besten macht man da gar keinen Rummel draus, so hieß wohl die Devise. Dies scheint in Zeiten der EM umso trauriger wenn man bedenkt, dass es für eine Nationalmannschaft, welcher der Bespaßung der Gesellschaft dient, hingegen bei jedem Spiel eine große Zeremonie zum Empfangen gibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.